Anlagebetrug in der Schweiz? FINMA und Kantonspolizei warnen!

Beim Anlagebetrug in der Schweiz werden täterseits gezielt schweizerische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger betrogen. Die Anlagebetrüger nutzen die Möglichkeit, authentisch wirkende Trading-Plattformen und die Betrugsopfer zu immer weiteren Einzahlungen zu bewegen.

Nicht ohne Grund warnt sowohl die schweizerische Finanzaufsicht FINMA zum Anlagebetrug in der Schweiz, als auch die jeweiligen Kantonspolizeistellen.

  1. Anlagebetrug in der Schweiz?
  2. Sofort Rechtsanwalt einschalten.
  3. Kein weiterer Kontakt zu den Tätern.
  4. Vorsicht vor gefälschten Dokumenten.
  5. Blockchain-Daten sichern.
  6. Schutz des Onlinebankings einrichten.


Für Betroffene von einem Anlagebetrug in der Schweiz stellt sich die Frage, mit welchem Anwalt sie gegen die Betrüger vorgehen werden. Denn nicht jede schweizerische Kanzlei ist auf diese Fallkonstellationen spezialisiert – insbesondere, wenn Kryptowährungen involviert sind.

Über das Kontaktformular können Sie den unverbindlichen Service für Ihren Betrugsvorfall nutzen. Schildern Sie gern, was zwischen Ihnen und der unseriösen Trading-Plattform oder den betrügerischen Brokern vorgefallen ist. Sie erhalten eine kostenfreie Ersteinschätzung zu Ihrem konkreten Einzelfall.

Anlagebetrug in der Schweiz? Anwalt hilft!
In unserem geschätzten Nachbarland werden leider immer mehr Menschen Opfer von Anlagebetrug in der Schweiz!

Wie die Täter beim Anlagebetrug in der Schweiz vorgehen!

Um auf „Opfersuche“ zu gehen, erstellen die Anlagebetrüger in der Schweiz echt aussehende Handelsplattformen. Diese Websites sind optisch in der Tat so aufbereitet, wie tatsächliche Trading-Plattformen üblicherweise gestaltet sind.

Doch mit dem Onlinestellen dieser gefälschten Trading-Plattformen haben die Täter hinter dem Anlagebetrug in der Schweiz noch keine „Kunden“, die sie abzocken können. Hierfür wird seitens der Betrüger gezielt und unter erheblichem, finanziellen Aufwand Marketing im Internet betrieben.

Die manipulierten Trading-Plattformen werden beispielsweise über YouTube mittels Werbevideos angepriesen. Auch Facebook, Telegram und Instagram dienen den Anlagebetrügern als Möglichkeit, effizient Werbung für die Betrugsseiten zu schalten.

So gelangen die potenziellen Betrugsopfer auf die grafisch hübsch aufbereitete Trading-Plattform. Dort kann sich problemlos angemeldet und verifiziert werden. Es folgt der Kontakt zu einem „persönlichen Betreuer“, welcher sich als professioneller Broker ausgibt.

Zu Beginn läuft alles reibungslos – doch letztlich kommt es zu keiner Auszahlung beim Anlagebetrug!

Bei einem solchen Anlagebetrug in der Schweiz ist für die ersten Wochen und Monate alles seitens der Betrüger gestaltet, dass die Betrugsopfer keinen Verdacht schöpfen. Die Betroffenen zahlen zunächst kleinere Beträge ein und der unseriöse Broker betreibt damit angeblich Trading.

Auf den manipulierten Trading-Plattformen werden den schweizerischen Betrugsopfern erhebliche Gewinne vorgegaukelt. Die dort zu sehenden Kursverläufe wirken so, wie man es von echten Handelsplattformen gewohnt ist.

Im weiteren Verlauf verlangen die unseriösen Broker und betrügerischen Trader immer weitere Einzahlungen von den Betrugsopfern. Nur so sei ein größerer Gewinn am Kapitalmarkt möglich. Geblendet von den dargestellten, aber gefälschten Kursverläufen nehmen viele Betrugsopfer diese weiteren, dann hohen Investitionen vor (siehe Trading Betrug Anwalt).

Der eigentliche Anlagebetrug mit Bezug zur Schweiz fällt den Betroffenen erst dann auf, wenn sie eine Auszahlung der eingesetzten Gelder oder der vermeintlichen Gewinne fordern. Denn die Auszahlung kommt nicht. Stattdessen wird entweder weiteres Geld verlangt, oder der Kontakt seitens der betrügerischen Broker und unseriösen Trading-Plattformen gänzlich abgebrochen.

Anlagebetrug in der Schweiz: Kryptowährungen verwendet?

Auffällig ist, dass in nahezu allen uns vorliegenden Fallkonstellationen zum Anlagebetrug in der Schweiz der Einsatz von Kryptowährungen stattfand. Durch die Kryptobörsen können die Täter die erheblichen Geldsummen der Betrugsopfer problemlos entgegennehmen.

Auf den Kryptobörsen wiederum wird das investierte Kapital der betrogenen Schweizer in digitale Werte wie Bitcoin oder andere Kryptowährungen umgetauscht. Von dort aus veranlassen die Täter den Transfer auf die eigenen Wallets, oder sie leiten die Betrugsopfer an, die Kryptowährungen zu verschicken.

BlockchainDie Anlagebetrüger unterschätzen jedoch die Möglichkeit von Ermittlungsbehörden, auf der Blockchain die jeweilige Transaktionskette nachverfolgen zu können. Betroffene von einem Anlagebetrug in der Schweiz sollten die Walletadressen der Täter unbedingt abspeichern. 

Teilweise nutzen die Betrüger auch professionell erstellte Urkundenfälschungen, um den Betrugsopfern ein vermeintliches Guthaben „auf der Blockchain“ zu suggerieren. Für die „Freischaltung des Guthabens“ sei dann eine weitere Einzahlung notwendig. Solche gefälschten Dokumente sind zusätzliche Betrugsversuche, auf die sich die geschädigten Geldanleger keinesfalls einlassen sollten.

Stadt Zürich und NZZ berichten zum Anlagebetrug in der Schweiz!

Über das Ausmaß der oben beschriebenen Betrugsfälle können Sie sich hier einen Eindruck verschaffen: Warnliste Anlagebetrug. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gehen die Fallzahlen in die Höhe – es sind abertausende Menschen vom Online-Anlagebetrug betroffen.

Die Stadt Zürich berichtet beispielsweise, dass die Täter selbst nach einem erfolgreichen Anlagebetrug nochmals auf die Betrugsopfer zugehen. Für den erneuten Betrugsversuch werden erhebliche Gewinne in Aussicht gestellt, die selbstverständlich nicht wirklich gegeben sind.

In einem Artikel der NZZ wird über die aktuell um sich greifenden Betrugsmaschen berichtet. Anlagebetrüger versuchen in der Schweiz selbst durch direkte, ungefragte Kontaktaufnahme an die potenziellen Betrugsopfer zu gelangen. Interessanterweise wird in dem Artikel mitgeteilt, dass laut schweizerischer Polizeistatistik zwei Drittel aller ermittelten Straftaten einen Bezug zum Vermögen der Geschädigten aufweisen.

Sowohl die Stadt Zürich, als auch die NZZ verweisen auf die Warnliste der FINMA. Allerdings ist hierzu festzustellen, dass die behördlichen Warnlisten meist nicht aktuell genug sind – denn ein Eintrag auf einer solchen offiziellen Warnliste kann nur erfolgen, wenn bereits ein Betrugsvorfall gemeldet worden ist. Derzeit hochaktuelle, aber gefälschte Trading-Plattformen werden daher nicht zeitnah genug auf diesen Warnlisten aufgeführt.

Erkenntnisse der schweizerischen Kriminalprävention zum Anlagebetrug!

Aufgrund des Ausmaßes dieser Betrugsfälle hat sich die Schweizerische Kriminalprävention dazu veranlasst gesehen, einen detaillierten Ratgeber zum Anlagebetrug in der Schweiz zu veröffentlichen. Hier können Betroffene sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Besonderheiten es zu beachten gilt und wie die Anlagebetrugsfälle konkret gestaltet sind.

Die Schweizerische Kriminalprävention weist darauf hin, dass die Täter mit viel Kreativität vorgehen. Doch auch den Betrugsopfern kommt eine besondere Rolle zu, denn die Anlagebetrüger nutzen gezielt menschliche Schwächen aus.

Hinsichtlich des Online-Anlagebetrugs in der Schweiz erwähnt die Schweizerische Kriminalprävention ebenso den Anlagebetrug über Dating-Plattformen. Hierbei geben sich die Betrüger als potenzieller Partner einer möglichen, romantischen Liebesbeziehung aus – und veranlassen erst später, dass die getäuschten „Partner“ ihre Geldinvestitionen auf der „empfohlenen Trading-Plattform“ tätigen.

Sofortmaßnahmen für Betrugsopfer: diese Punkte können Sie selbst umsetzen!

Sollten Sie aktuell von einem Anlagebetrug in der Schweiz betroffen sein, können Sie unverzüglich die folgenden Maßnahmen ergreifen. Wichtig ist, dass Sie keine weiteren Einzahlungen veranlassen und sich auf erneute Betrugsversuche einstellen.

  1. Anlagebetrug in der Schweiz? Womöglich sitzen die Täter nicht in der Schweiz, sondern haben Ihnen dies nur vorgespielt. Auf die Angaben im Impressum des angeblich seriösen Anbieters ist keinerlei Verlass. Gehen Sie davon aus, dass die Betrüger im Ausland ansässig sind.
  2. Onlinebanking vor einem unberechtigten Zugriff schützen. Die Anlagebetrüger haben womöglich Ihren Personalausweis und Ihre Kontoverbindung von Ihnen erhalten. Ein Missbrauch dieser Daten ist nicht auszuschließen.
  3. Accounts bei Kryptobörsen absichern. Die Täter könnten versuchen, Ihre Accounts bei den Kryptobörsen für illegale Aktivitäten zu nutzen.
  4. Kein Fremdgeld annehmen. In einigen Betrugsfällen kommt es vor, dass die Betrugsopfer tatsächlich eine „Auszahlung“ erhalten – von einer unbekannten Person. Dies könnte jedoch Geld einer anderen, ebenfalls betrogenen Person sein. Die Täter versuchen dann, über Ihr Konto Geldwäscherei zu betreiben.
  5. Bleiben Sie mit dem Anlagebetrug nicht allein. Vertrauen Sie sich einer Ihnen nahestehenden Person an. Denn auf sich allein gestellt sind Sie ein „leichtes Spiel“ für die professionellen Anlagebetrüger.
  6. Rechtsanwalt einschalten und die Täterverfolgung einleiten lassen.


Vermutlich haben Sie mit den betrügerischen Brokern und der unseriösen Trading-Plattform über Wochen und Monate hinweg kommuniziert. Die diesbezüglichen Chatnachrichten, der Mailverkehr und die verwendeten Telefonnummern sollten Sie archivieren. Denn diese Kommunikationsdaten sind wichtige Ermittlungshinweise.

Rechtlicher Hintergrund vom Anlagebetrug in der Schweiz!

Grundsätzlich bedürfen Finanzinstitute, die Kapitalanlagen in der Schweiz anbieten, eine rechtskonforme Zulassung für die Schweiz. Über das Internet können sich betrügerische Trading-Plattformen jedoch so präsentieren, als seien sie zugelassene Institutionen. Dies stellt einen Verstoß gegen das Schweizer Kapitalmarktrecht dar (vgl. beispielsweise FINMA Rechtsgrundlagen). Zur sogenannten FINMA Warnliste habe ich meine Einschätzung bereits gesondert berichtet.

Unter strafrechtliche Gesichtspunkten begehen die Täter einen Betrug gem. Art. 146 schweizer StGB:

„Wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.“

Durch die bandenmäßige Organisation der Anlagebetrüger ist ferner davon auszugehen, dass die Täter gewerblich agieren. Diese Gewerblichkeit stellt einen strafverschärfenden Umstand dar.

Für Betrugsopfer eines Anlagebetrugs in der Schweiz sind jedoch weniger die konkreten Rechtsgrundlagen wichtig. Essenziell ist, die Täter unverzüglich verfolgen zu lassen – denn beim Anlagebetrug zählt Schnelligkeit. Sie können davon ausgehen, dass die Betrüger bereits „drauf und dran“ sind, sich mit den erbeuteten Vermögenswerten möglichst abzusetzen.

Kostenfreie Ersteinschätzung anfordern, dann entscheiden!

Sollten Sie als schweizerischer Staatsbürger von einem Anlagebetrug betroffen sein, können Sie sich über das Kontaktformular melden. Bitte übermitteln Sie die Angaben darüber, welche unseriöse Trading-Plattform und welcher betrügerischer Broker in Ihrem Fall aktiv war.

Sie erhalten zeitnah eine kostenfreie Ersteinschätzung von einem auf Anlagebetrug spezialisierten Rechtsanwalt. Auf Grundlager dieser anwaltlichen Rückmeldung können Sie frei entscheiden, ob Sie juristische Hilfe in Anspruch nehmen möchten.

Auf Wunsch können unverzüglich die notwendigen, rechtlichen Maßnahmen gegen den Anlagebetrug in die Wege geleitet werden. Ziel ist es, Ihr investiertes Geld zurück holen zu können und die Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen.

Fragen und Antworten zu Kapitalanlagebetrug in der Schweiz!

Betrugsopfer sollten unverzüglich einen spezialisierten Anwalt einschalten. Ihr Rechtsanwalt sollte erfahren im Umgang mit Anlagebetrug und Kryptowährungen sein.

 

Ferner ist anzuraten, den Kontakt zu den Tätern abzubrechen. Denn die Anlagebetrüger werden vermutlich erneut versuchen, weiteres Geld von Ihnen einzuheimsen.

Die FINMA ist bemüht, stets aktuelle Daten veröffentlichen zu können. Doch für eine offizielle, behördliche Warnmeldung zu einem betrügerischen Anbieter bedarf es einer vorherigen Meldung an die FINMA. Insofern ist der Umstand, dass Ihre Trading-Plattform oder Ihr Broker dort (noch) nicht genannt ist, kein eindeutiges Indiz dafür, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt.

Grundsätzlich hängt dies vom konkreten Einzelfall ab. Hilfreich ist jedoch das Abspeichern aller Kommunikationsdaten, die Absicherung des Onlinebankings und der Accounts bei Kryptobörsen, sowie der enge Austausch mit einem spezialisierten Rechtsanwalt.