Geld zurück nach Anlagebetrug?

Wer durch einen Anlagebetrug geschädigt worden ist, möchte unbedingt das investierte Geld zurück erhalten. Abhängig davon, wie der konkrete Einzelfall liegt, ist dies durchaus möglich.

Ein spezialisierter Rechtsanwalt kann Sie dabei unterstützen, nach einem Kapitalanlagebetrug möglichst die eingesetzten Gelder zurück zu holen. Im Folgenden informieren wir Sie darüber, worauf zu achten ist und wie bei einem Anlagebetrug grundsätzlich verfahren werden sollte.

Thematisch behandeln wir das Strafgesetzbuch (StGB), rechtliche Ansprüche auf Rückzahlung des Geldes, die Unterschiede zwischen Deutschland, Österreich und Schweiz, sowie den Schwerpunkt Anlagebetrug mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Des weiteren weisen wir auf die Frage hin, inwieweit der Schaden aus einem Kapitalanlagebetrug steuerlich absetzbar ist.

Sollten sich für Sie noch offene Fragen ergeben, können Sie gern das Kontaktformular nutzen. Sie erhalten unverzüglich eine kostenfreie Rückmeldung von einem auf Anlagebetrug spezialisierten Anwalt.

Was tun, um Geld nach einem Anlagebetrug zurück zu erhalten?

Ganz gleich, wie Ihr konkreter Fall des Anlagebetrugs sich im einzelnen ausgestaltet: Sie müssen aktiv werden. Wenn Sie jetzt unnötig viel Zeit verschwenden, minimiert sich die Chance, überhaupt noch Geld zurück erhalten zu können.

Es geht insbesondere darum, dass Sie umgehend:

  1. alle Beweise und Nachweise gerichtsfest sichern (Schriftstücke, Dateien, Kontoverbindungen, Screenshots, Chatprotokolle, Mailverkehr, Telefonnummern, Adressen und vieles mehr)
  2. einen spezialisierten Anwalt einschalten, der sich sofort um Ihren Fall kümmert
  3. Ihr Onlinebanking absichern, falls die Täter darauf oder auf Ihre Endgeräte Zugriff hatten
  4. weitere Vermögensschäden verhindern


Keinesfalls sollten Sie nach dem Anlagebetrug weiteren Kontakt zu den Tätern pflegen. Es könnte sein, dass abermals versucht wird, an Ihr Geld zu gelangen. Schenken Sie den Tätern daher keinen Glauben mehr. Aus strategischen Gründen sollten Sie den Tätern, falls noch Kontakt besteht, jedoch nicht mitteilen, dass Sie sich anwaltliche Hilfe einholen. Dies würde die Täter nur unnötig vorwarnen.

Wenn Sie bei einem Anlagebetrug Ihr Geld zurück wollen, sollten Sie dem Betrüger die Beauftragung eines Anwalts nicht ankündigen!
Sie sollten den Betrügern beim Anlagebetrug die Beauftragung einer Kanzlei auf keinen Fall ankündigen, wenn Sie die Chancen erhalten wollen, Ihr Geld zurück zu bekommen!

Juristischer Hintergrund: Was sagt das Strafgesetzbuch (StGB) zum Anlagebetrug?

Aus strafrechtlicher Sicht stellt der Anlagebetrug eine Straftat dar. Im Kern geht es darum, dass Investoren im Hinblick auf ihre Geldanlage getäuscht worden sind und dadurch einen Vermögensschaden einzubüßen haben.

Im deutschen Strafgesetzbuch (StGB) hat der Gesetzgeber eigens einen Straftatbestand namens Kapitalanlagebetrug geschaffen. Die Beschreibung dieser Straftat findet sich in § 264a StGB. Hier heißt es, dass der Vertrieb von Wertpapieren, Bezugsrechten oder Unternehmensanteilen ordnungsgemäß abzulaufen hat. Wer in der Darstellung einer Kapitalanlage falsche Angaben macht, oder wichtige Informationen verschweigt, begeht die Straftat.

Beispiel: Person A bewirbt in einem sozialen Netzwerk die Geldanlage in ein Unternehmen im Ausland und verspricht hierbei ausdrücklich, dass dieses Unternehmen zukünftig 45% Rendite für Kapitalgeber erwirtschaften wird. Diese Anlagewerbung der Person A wird von etlichen anderen Personen gesehen. Diese Personen investierten nun ihre Gelder und rechnen fest mit der versprochenen Rendite. Person A wusste aber, dass diese Rendite nicht erwirtschaftet werden wird. Dadurch hat Person A die übrigen Personen getäuscht.

Allerdings hilft das StGB den geschädigten Investoren zunächst nur wenig. Denn die strafrechtliche Verfolgung der Täter eines Anlagebetrugs führt nicht automatisch dazu, dass Gelder zurück geführt werden. Wie dem § 264a StGB zu entnehmen ist, droht dem Kapitalanlagebetrüger zwar eine Geld- oder Haftstrafe, doch direkte zivilrechtliche Konsequenzen im Sinne der Rückzahlung von Geldern ergeben sich hierdurch erst einmal nicht.

Welche rechtlichen Ansprüche gibt es beim Anlagebetrug, um Geld zurück zu holen?

Geschädigte Kapitalgeber müssen sich nach einem Anlagebetrug in zivilrechtlicher Hinsicht um die Rückführung der investierten Vermögenswerte bemühen. Die strafrechtliche Dimension kann hierbei jedoch erhebliche Unterstützung sein (sog. Adhäsionsverfahren).

Juristisch gesehen handelt es sich beim Adhäsionsverfahren um ein straf- und zivilprozessuales Werkzeug. Aus einem Strafverfahren heraus können zivilrechtliche Ansprüche geltend gemacht werden. Geld zurück kann es über diesen Weg durchaus geben.

Ferner können zivilrechtliche Ansprüche direkt gegen die Täter des Anlagebetrugs geltend gemacht werden. Hierbei kommt es entscheidend darauf an, die ladungsfähige Anschrift der Kapitalanlagebetrüger zu kennen. Bestenfalls sollten diese Straftäter über genügend liquide Mittel verfügen, um die Ansprüche bedienen zu können.

Gemäß § 812 Abs. 1 BGB kann die Herausgabe von Vermögenswerten gefordert werden, wenn diese ohne rechtlichen Grund vom Anspruchsgegner erlangt worden sind. Beim Anlagebetrug ist die Erfüllung des § 264a StGB gegeben, sodass der dem Investment zugrunde liegende Vertrag aufgrund von Rechtswidrigkeit nichtig ist. Die Täter haben die investierten Summen daher ohne Rechtsgrund erlangt und müssen das Geld zurück geben.

Darüber hinaus können Schadensersatzansprüche gem. § 823 Abs. 2 BGB gegeben sein, hier in Verbindung mit den Betrugs-Straftatbeständen des StGB.

Bei zivilrechtlichen Ansprüchen bezüglich Kapitalanlagebetrug geht es vor allem auch um Schnelligkeit. Denn es gibt vermutlich viele Geschädigte, die allesamt ihre Ansprüche geltend machen könnten und ihr Geld zurück verlangen.

Unterschiede beim Anlagebetrug in Deutschland, Österreich und Schweiz?

Die Rechtsordnungen in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz unterscheiden sich. Dennoch ist allen drei Straf- und Zivilgesetzgebungen gemein, dass Betrug und speziell Kapitalanlagebetrug strafbar ist.

In zivilrechtlicher Hinsicht sind für österreichische und schweizerische Betroffene die oben genannten Paragrafen nicht übertragbar. Allerdings finden sich in den bürgerlichen Gesetzbüchern in Österreich und in der Schweiz nahezu deckungsgleiche Vorschriften.

Grundsätzlich ist die strafrechtliche und zivilrechtliche Verfolgung des Anlagebetrugs daher in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz sehr ähnlich. Die Möglichkeit, das investierte Geld zurück zu holen, besteht daher im gesamten deutschsprachigen Raum gleichermaßen.

Aufgrund der Komplexität mancher Anlagebetrugsfälle sind sowohl die Betroffenen, als auch die Täter mitunter nicht nur in einem einzigen Land ansässig. Oft werden Vermögenswerte auf verschiedene Auslandskonten verschoben, was die Bearbeitung dieser Fälle für beauftragte Anwälte und die zuständigen Ermittlungsbehörden erschwert. Es lohnt sich daher, einen Rechtsanwalt einzuschalten, der auch in der Rechtsverfolgung mit Auslandsbezug erfahren ist.

Geld zurück bei Anlagebetrug mit Bitcoin und Kryptowährungen?

Anlagebetrug wird heutzutage teilweise über den Einsatz von Bitcoin und andere Kryptowährungen begangen. Hierbei gehen die Täter äußerst geschickt vor. Entweder es werden nicht wirklich Bitcoins und andere Kryptowährungen erworben, oder die digitalen Assets werden entgegen dem Willen der betroffenen Person auf fremde Wallets abgezogen.

Kann das Geld zurück geholt werden, wenn es um die Blockchain geht? Grundsätzlich gilt, dass ein Kapitalanlagebetrug auch Bitcoins und andere Kryptowährungen zum Gegenstand haben kann. Denn beim Anlagebetrug geht es um Vermögenswerte. Zu den Vermögenswerten zählen auch die digitalen Werte wie Bitcoin und Co.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen „anonym“ seien und Kriminelle dadurch ungestraft ihre betrügerischen Handlungen vornehmen könnten. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Immerhin sind alle namhaften Kryptobörsen dazu übergegangen, Nutzerinnen und Nutzer vollständig zu verifizieren. Ein Verkauf von Kryptowerten in anonymer Hinsicht ist daher nicht praktisch umsetzbar.

Ferner können Ermittlungsbehörden die Transaktionen auf der Blockchain sekundengenau nachverfolgen. Beim Anlagebetrug bedeutet dies, dass die Täter die Kryptowerte nicht „einfach so verschwinden“ lassen können wie es Betroffene meist zu wissen glauben. Es ist nicht leicht, das Geld in diesen Fällen zurück holen zu können, doch völlig aussichtslos ist es nicht.

Ein Rechtsanwalt, der Ihnen dabei helfen soll beim Anlagebetrug mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen das Geld zurückzuholen, muss sich mit den Begebenheiten der Blockchain vertieft auskennen. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Anwalts darauf, dass dieser einschlägige Erfahrungen mit Kryptowährungen vorweisen kann.

Anlagebetrug steuerlich absetzbar? Finanzamt und Steuererklärung!

Sollte die Verfolgung der Täter zu keinem Ergebnis führen, bleiben noch weitere Möglichkeiten, das verloren geglaubte Geld zurück holen zu können. Denn nicht nur die direkte Vorgehensweise gegen die Täter und bezüglich der entwendeten Vermögenswerte führt zum Ziel.

Grundsätzlich kann bei einem Anlagebetrug versucht werden, den Vermögensschaden steuerlich abzusetzen. Inwieweit die konkrete finanzielle Einbuße steuerlich absetzbar ist, hängt vom Einzelfall ab. Nicht jeder Anlagebetrugsfall ist gleich.

Teilweise wird angenommen, es handele sich bei Anlagebetrugsschäden um Verluste im Sinne der Anlage KAP in der Steuererklärung. Dies kann so sein, muss es aber nicht. Denn diesbezüglich könnte das zuständige Finanzamt einwenden, es handele sich um keine Kapitalanlage, da es ein Betrugsfall sei. Auf die genauen Umstände des Einzelfalls kommt es an, pauschale Aussagen lassen sich hier nicht treffen.

Anders wiederum ist ein Anlagebetrugsschaden womöglich steuerlich absetzbar, wenn er als außergewöhnliche Belastung aufgefasst wird. Denn zu einem Opfer einer komplexen Straftat zu werden entspricht nicht den normalen Umständen des alltäglichen Lebens.

Jedenfalls sollte nichts unversucht gelassen werden, die Vermögenseinbußen durch den Anlagebetrug steuerlich abzusetzen. Auf diesem indirekten Weg kann womöglich im Sinne einer steuerrechtlichen Verrechnung das Geld zurück erlangt werden.

Geld zurück in Ihrem Fall möglich? Kostenfreie Ersteinschätzung einholen!

Unsere Kanzlei ist auf die Betrugskonstellationen mit Kapitalanlagen spezialisiert. Wir bieten Betroffenen eine unverbindliche, kostenfreie Ersteinschätzung an.

Um diesen Service zu nutzen, können Sie uns gern eine Mail schreiben. Teilen Sie uns bitte mit, weshalb Sie konkret von einem Anlagebetrug bei Ihrer Geldanlage ausgehen. Ferner benötigen wir weitere Informationen wie die Höhe der Schadensumme, die Personendaten und Website des Täterkreises, sowie etwaigen Schriftwechsel, den Sie mit den Anlagebetrügern geführt haben.

Sie erhalten sodann unverzüglich eine Rückmeldung von einem spezialisierten Rechtsanwalt. Wir äußern uns konkret zu den Erfolgsaussichten in Ihrem Fall und bieten Ihnen unsere Unterstützung an, wenn wir realistische Chancen sehen, das Geld zurück holen zu können.

Auf Grundlage dieser ersten Rückmeldung von uns, welche für Sie unverbindlich und kostenfrei ist, können Sie über das weitere Vorgehen entscheiden.

Fragen und Antworten zum Vorgehen bei Anlagebetrug

Dies ist eine der Herausforderungen im Bereich des Anlagebetrugs. Ein Rechtsanwalt, der in diesem Feld versiert ist, kennt sich mit den verschiedensten Anlagevorgängen aus praktischer Erfahrung - am besten eigener Erfahrung - so gut aus, dass er versteht, was bei Ihnen vorgefallen ist. Eine saubere Sachverhaltsaufbereitung ist die Grundlage eines erfolgreichen anwaltlichen Tätigwerdens im Falle von Anlagebetrug.

Viele Betrüger im Bereich Anlagebetrug sitzen im Ausland. Für Ihren Anwalt ist es deshalb umso wichtiger, dass Sie jegliche Form von Kontaktmöglichkeiten sichern. Oftmals verschwinden die Onlineauftritte von Tätern von heute auf morgen und man hat dann keine Gelegenheit mehr, an die Kontaktdaten zu gelangen. Sichern Sie daher per Screenshot Adressen, E-Mails und Chatverläufe.

Die Scham bei Betrugsopfern ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, der oft zu zögerlichem Verhalten führt. Wir können aus unserer Beratungspraxis berichten, dass selbst Personen, die sich häufig und sicher im Bereich Geldanlage bewegen, auf Betrüger hereinfallen. Schildern Sie uns Ihren Fall gern per E-Mail und erhalten Sie eine diskrete und professionelle kostenfreie Ersteinschätzung.