Anlagebetrug über YouTube? Video führt zu Vermögensverlust!

Derzeit kommt es über YouTube vermehrt zum Anlagebetrug. Kriminelle nutzen die Videoplattform, um angeblich renditestarke Investmentmöglichkeiten zu präsentieren Durch die motivierenden Videos wird der Eindruck erweckt, selbst unerfahrene Geldanleger könnten zeitnah erhebliche Gewinne realisieren.

Doch solche Videos sind nur der erste Schritt, um die potenziellen Opfer zu kontaktieren. Der eigentliche Anlagebetrug beginnt nach dem Auftritt auf YouTube.

Betroffene eines solchen Anlagebetrug über YouTube können folgende Schritte sofort unternehmen, um möglichst das verloren geglaubte Geld zurück zu erhalten:

  1. Sichern Sie den Link zum betrügerischen Video auf YouTube.
  2. Falls der Link nicht mehr funktioniert, haben Sie womöglich einen Screenshot oder erinnern sich an den Videoinhalt.
  3. Auch dies ist eine Hilfe bei der Rechtsverfolgung vom Anlagebetrug.
  4. Melden Sie sich bei einem spezialisierten Rechtsanwalt und fragen Sie konkret nach einer kostenfreien Ersteinschätzung zu Ihrem Fall.
  5. Nehmen Sie keine weiteren Einzahlungen vor.
  6. Ein sofortiger Kontaktabbruch zu den Tätern ist empfohlen.

Welche Videos werden beim Anlagebetrug auf YouTube geteilt?

Die betrügerischen Videos versprechen große Marktpotenziale. Es sind Chartverläufe, Kurssteigerungen und vermeintlich spezielle Anlagechancen zu sehen. Auf YouTube werden diese Videos einerseits als normale Videos hochgeladen, andererseits als Werbevideos vor echten, anderen Videos geschaltet.

Nicht selten sind in den Videos, die letztlich zum Anlagebetrug führen, Personen des öffentlichen Lebens zu sehen. Prominente, Politiker, Stars und Sternchen, Unternehmer und andere bekannte Persönlichkeiten werden von den Anlagebetrügern missbraucht, um die Videos echt wirken zu lassen.

Auf YouTube sehen die potenziellen Opfer beispielsweise Markus Lanz oder Frank Thelen. In den Videos wird suggeriert, diese Prominenten würden die ein oder andere Geldanlage empfehlen und gute Erfahrungen gemacht haben. Da das Video aussieht wie ein echtes YouTube-Video, glauben viele Betroffenen diesen optischen und inhaltlichen Ausführungen.

Fälle von Anlagebetrug über YouTube nehmen zu!
Betrüger bewerben Links auf YouTube, die auf derartige Plattformen zum Anlagebetrug führen!

Meist ist bei den Videos die Aufforderung enthalten, im nächsten Schritt einen Link anzuklicken und sich auf einer Trading-Plattform zu registrieren. Hier beginnt der eigentliche Anlagebetrug über YouTube. Wer sich aufgrund eines solchen gefälschten Werbevideos auf einer Website anmeldet, wird zeitnah von professionellen Finanzbetrügern kontaktiert.

Wie geht es nach dem betrügerischen Video auf YouTube weiter?

Das professionell aufbereitete Werbevideo auf YouTube dient beim Anlagebetrug lediglich dazu, auf eine vorgefertigte, angebliche Brokerplattform oder Handelswebsite zu leiten. Betrogene Geldanleger melden sich auf diesen Plattformen an und verifizieren sich mit ihren Personalausweisen.

Es folgt die Zuteilung eines „persönlichen Betreuers“. Dieser telefoniert, schreibt Mails oder chattet mit den potenziellen Opfern. Hierbei entsteht ein Vertrauensverhältnis, welches letztlich missbraucht werden wird.

Auf dieser Grundlage überweisen die geschädigten Kapitalgeber ihre Gelder auf Auslandskonten oder Kryptobörse. In vielen Fällen wird der Anlagebetrug mit Bitcoin und Kryptowährungen durchgeführt. Im zuvor gesehenen Video auf YouTube werden die digitalen Werte als besonders gewinnversprechend beworben. Man müsse unbedingt jetzt gleich in Bitcoin oder eine andere Kryptowährung investieren, sonst sei die „Jahrhundertchance“ vertan. Es wird gezielt Druck aufgebaut, sofort ein diesbezügliches Investment zu tätigen.

Doch nicht jeder Investor möchte in hochriskante Kryptowährungen investieren. Das wissen auch die Betrüger, sodass für jedes Opfer ihrer betrügerischen Machenschaften ein eigener „Plan“ vorgesehen ist. Beim Anlagebetrug wird auch Gold von den Tätern als vermeintlich sicheres Investment angepriesen.

Angeblich könnten besonders preisgünstig Edelmetalle erworben werden. Nichts davon ist zutreffend. Weder werden mit dem Geld der Opfer Gold, Silber, Palladium oder Platin gekauft, noch erfolgt eine Auszahlung oder Auslieferung, falls dies nach einiger Zeit gefordert wird.

Wieso bekommt YouTube diese Anlagebetrüger nicht in den Griff?

Die Problematik um Anlagebetrug über YouTube ist dem Anbieter hinter YouTube – nämlich Google, bzw. Alphabet – bereits bekannt. Auch wird im Internet über Krypto-Betrug auf YouTube berichtet.

Dennoch kann YouTube nur sehr begrenzt darauf hinwirken, dass Betrüger die Plattform missbrauchen. Denn mit einem Geschäftskonto bei YouTube kann grundsätzlich jede Person Werbeanzeigen vor andere Videos schalten. Ferner nutzen die Anlagebetrüger sogar Hackingmethoden, um sich Zugriff auf größere YouTube-Kanäle zu verschaffen und dort ihre eigenen Videos zum Anlagebetrug hochzuladen.

YouTube hat eigens Richtlinien zum Schutz vor Betrug veröffentlicht. Natürlich verstoßen die Täter gegen diese unternehmensinternen Leitlinien von Google/Alphabet und kümmern sich nicht darum. Videoanbieter wie YouTube können nach einem Anlagebetrug erst relativ spät reagieren, nämlich dann, wenn der Betrug ihnen als Informationsanbieter bekannt geworden ist.

Der Anlagebetrug über das Internet betrifft nicht nur YouTube. Auch Facebook, Telegramm, Twitter und andere Plattformen werden von den Anlagebetrügern dazu genutzt, ihre irreführenden Videos zu verteilen. Es ist nicht abzusehen, dass dieser kriminelle Trend in naher Zukunft enden wird.

Beweissicherung beim Anlagebetrug über YouTube ist für Betroffene vorteilhaft!

Betroffene eines solchen Anlagebetrugs per Video sollten wissen, dass strafermittlungstechnisch seitens der Täter auf YouTube gewisse Spuren hinterlassen werden. Denn um ein YouTube-Video hochzuladen, oder dort Werbung schalten zu können, muss ein echter Account angelegt worden sein. Hierbei werden beispielsweise die verwendeten IP-Adresse, und auch weitere persönliche Daten vom Plattformanbieter erfasst.

Sofort-Tipp: Notieren Sie sich, wann Sie das in Frage stehende YouTube-Video gesehen haben, welches letztlich zum Anlagebetrug führte. Wenn es Ihnen möglich ist: auch der Titel des Videos, der konkrete Inhalt und die verlinkten Websites sind wichtige Ermittlungshinweise.

Darüber hinaus ist bei Werbeschaltungen über YouTube eine gewisse Kontoverbindung anzugeben. Denn YouTube erlaubt keine kostenfreie Werbeanzeige per Video. Somit haben die Anlagebetrüger in vielen Fällen echtes Geld eingesetzt, um ihre betrügerischen Inhalte verbreiten zu können. Über diese Kontoverbindungen, die bei YouTube bekannt sind, kann eine Strafermittlungsbehörde teilweise Geldströme, Bankverbindungen und Identitäten der Kriminellen nachverfolgen.

Einige Opfer von Anlagebetrug wissen im Nachhinein nicht mehr genau, welches Video sie bei YouTube ursprünglich gesehen hatten. Auch wurde oft kein Link gesondert gespeichert. Dennoch verfügt YouTube über diese Informationen. Hier kann durch zielgerichtete Auskunftsersuche an YouTube die initiale Quelle des Anlagebetrugs ausgemacht werden.

Kostenfreie Ersteinschätzung nutzen, um Betrug einzuordnen!

Auf der vorliegenden Website informieren wir geschädigte Geldanleger umfassend zu verschiedenen Formen des Anlagebetrugs. Wer bereits einen Vermögensschaden zu verzeichnen hat, kann über das Kontaktformular oder per Mail den eigenen Betrugsfall völlig unverbindlich schildern.

Betroffene erhalten zeitnah eine kostenfreie Ersteinschätzung eines auf Anlagebetrug spezialisierten Anwalts. Hierdurch verfügen Opfer von Finanzbetrügern über die Möglichkeit, eine erste Orientierung ihrer eigenen Situation ohne Kostenaufwand zu erfahren. Auf dieser Grundlage kann entschieden werden, ob und wenn ja, inwieweit rechtliche Schritte umgesetzt werden sollen.

Fragen und Antworten zum Anlagebetrug auf YouTube

Melden Sie den Betrugsvorfall zeitnah bei einem Rechtsanwalt, der schwerpunktmäßig Anlagebetrugsfälle bearbeitet. Ihr Anwalt wird die notwendigen Schritte für Sie einleiten, um möglichst Ihr eingesetztes Geld zurück zu holen.

Ein betrügerisches YouTube-Video an sich ist noch kein Anlagebetrug. Erst durch weiteren Klick auf die verlinkte Tradingplattform kommt es letztlich zum realen Vermögensschaden. Wenn bereits einem Link gefolgt worden ist, sollten IT-Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden,. Es könnte sein, dass die Anlagebetrüger über die anzuklickende Website gewisse Schadsoftware installieren wollen.

YouTube ergreift bereits Maßnahmen gegen betrügerische Videoinhalte. Diese Reaktion kommt für viele Betroffene allerdings zu spät. Nicht nur YouTube, sondern nahezu jede größere Onlineplattform leidet derzeit unter Anlagebetrug.