Kanzlei für Digital-
und Wirtschaftsrecht
Geld zurück nach Anlagebetrug?

Celsion Bank AG Festgeldbetrug: Behörde warnt vor Bankkopie – wie Anleger ihr Geld schützen

Veröffentlicht am 15.10.2026 –

Eine Internetseite trägt den Namen Celsion Bank AG. Sie wirkt wie der Auftritt eines regulierten Kreditinstituts aus Liechtenstein. Ein vermeintlicher Ansprechpartner bietet eine verzinste Geldanlage an und fordert zur Überweisung auf. Doch gehört die Seite tatsächlich zur Bank?

Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) warnt ausdrücklich vor der Internetadresse celsionbankag.org. Die unbekannten Betreiber sind nicht von der FMA zugelassen oder registriert. Zur echten Celsion Bank AG besteht nach Feststellung der Behörde keine Verbindung.

Das ist ein dokumentierter Identitätsmissbrauch, kein Betrugsvorwurf gegen die echte Bank. Ob ein bestimmtes Festgeldangebot, eine Tagesgeldanlage oder eine konkrete Zahlung betroffen ist, muss gesondert geprüft werden.

Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte sofort seine Hausbank informieren und einen Überweisungsrückruf verlangen. Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Über anlagebetrug.de können Betroffene eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.

Celsion Bank AG: Eine Warnung mit einer entscheidenden Internetadresse

Die FMA veröffentlichte im September 2026 eine Warnung vor der Internetseite celsionbankag.org.

Die Behörde bezeichnet den Vorgang als „Clone Firm“: Unbekannte Betreiber verwenden die Identität eines tatsächlich existierenden Unternehmens.

Die FMA rät ausdrücklich davon ab, im Zusammenhang mit dieser Internetseite Geld anzulegen.

Für Anleger ist die Unterscheidung besonders wichtig: Die beanstandete Domain ist nicht mit dem offiziellen Internetauftritt der Celsion Bank AG gleichzusetzen.

Ich empfehle, bei einem verdächtigen Angebot die vollständige Adresse zu sichern. Bereits ein zusätzlicher Buchstabe, ein Bindestrich oder eine andere Domainendung kann eine völlig andere Website kennzeichnen.

Warum der Name einer echten Bank die Täuschung verstärken kann

Die Celsion Bank AG ist ein zugelassenes Kreditinstitut mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein.

Die Bank erhielt im Februar 2026 ihre Banklizenz und nahm im April 2026 ihre operative Tätigkeit auf.

Sie verbindet klassische Bankdienstleistungen mit Angeboten rund um digitale Vermögenswerte. Nach ihren veröffentlichten Unternehmensinformationen richtet sie sich insbesondere an professionelle und institutionelle Kunden.

Das unterscheidet ihr beschriebenes Geschäftsmodell von einem beliebigen Festgeldvergleichsportal für Privatanleger.

Ein öffentlich beworbenes Tagesgeld- oder Festgeldangebot im Namen der Celsion Bank AG sollte deshalb besonders sorgfältig auf seine tatsächliche Herkunft überprüft werden.

Aus dem Geschäftsmodell folgt allerdings nicht, dass jedes denkbare Einlagenprodukt ausgeschlossen wäre. Maßgeblich ist die Bestätigung der echten Bank.

Zwei fast gleiche Adressen, zwei völlig unterschiedliche Betreiber

Die offizielle Internetadresse der Celsion Bank AG lautet celsion-bank.com.

Die von der FMA beanstandete Adresse lautet dagegen celsionbankag.org.

Gerade diese Gegenüberstellung macht den Identitätsmissbrauch greifbar.

Die Betrugsseite übernimmt den vollständigen Banknamen in ihre Adresse. Die echte Bank verwendet dagegen einen Bindestrich und eine andere Domainendung.

Ich rate, eine Internetseite niemals über einen Link aus einer verdächtigen E-Mail zu öffnen.

Geben Sie die unabhängig überprüfte offizielle Adresse selbst ein. Vergleichen Sie anschließend insbesondere Ansprechpartner, angebotene Produkte und Zahlungsanweisungen.

Eine HTTPS-Verschlüsselung oder ein Schloss-Symbol im Browser beweist nicht, dass die Website zur echten Bank gehört.

Die Celsion Bank AG lässt sich anhand konkreter Registerdaten prüfen

Die echte Bank ist unter der Handelsregisternummer FL-0002.718.985-5 eingetragen.

Ihr offizieller Sitz lautet Austrasse 77, 9490 Vaduz, Liechtenstein.

Diese Angaben finden sich sowohl in den Unternehmensinformationen als auch in der Warnung der FMA.

Das Problem: Unbekannte Täter können solche echten Daten übernehmen und auf einer gefälschten Website veröffentlichen.

Ich empfehle daher eine zweistufige Prüfung.

Zuerst sollte die Existenz der Celsion Bank AG im offiziellen Bankenregister bestätigt werden. Danach muss die Bank selbst erklären, ob sie das konkrete Angebot unterbreitet hat.

Die Existenz einer Bank beweist nicht die Echtheit eines unter ihrem Namen versandten Festgeldvertrags.

Was Sie jetzt sofort tun sollten

Wenn Sie unter dem Namen Celsion Bank AG Geld angelegt haben und einen Festgeldbetrug vermuten, empfehle ich folgende Maßnahmen:

  1. Kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Hausbank. Melden Sie den Betrugsverdacht und beantragen Sie einen Überweisungsrückruf.
  2. Lassen Sie die Empfängerbank informieren. Bitten Sie um Prüfung, ob noch vorhandene Gelder gesichert werden können.
  3. Überprüfen Sie das angebliche Anlageangebot. Kontaktieren Sie die echte Celsion Bank AG ausschließlich über unabhängig ermittelte offizielle Kontaktdaten.
  4. Stoppen Sie weitere Zahlungen. Überweisen Sie keine angeblichen Steuern, Sicherheitsleistungen oder Freigabegebühren.
  5. Sichern Sie sämtliche Originalbeweise. Bewahren Sie E-Mails mit Kopfzeilen, Verträge, Screenshots und vollständige Messenger-Verläufe auf.
  6. Dokumentieren Sie den Zahlungsweg. Erfassen Sie Betrag, Datum, Empfängername, IBAN und Verwendungszweck.
  7. Schützen Sie Ihre Zugangsdaten. Ändern Sie gefährdete Passwörter, kontrollieren Sie TAN-Freigaben und entfernen Sie unberechtigte Fernwartungssoftware.

Ein Überweisungsrückruf garantiert keine Rückzahlung. Schnelles Handeln kann die Möglichkeiten einer Sicherung jedoch verbessern.

Kostenfreie Ersteinschätzung

Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.

  • 1Sie schildern uns Ihren Fall
  • 2Melden Sie sich unverbindlich per Mail, Telefon oder WhatsApp
  • 3Wir prüfen Ihre Erfolgsaussichten
  • 4Sie erhalten eine anwaltliche Rückmeldung zu Ihrem Einzelfall.

Celsion Bank AG: Was ein angeblicher Festgeldvertrag beweisen muss

Ein professionell gestaltetes PDF kann eine tatsächlich bestehende Bankeinlage vortäuschen.

Bei einem möglichen Zinsbetrug ist deshalb nicht die Gestaltung des Dokuments entscheidend, sondern die Frage, ob die Bank den Vertrag tatsächlich geschlossen hat.

Ich empfehle, drei Punkte unabhängig bestätigen zu lassen:

Der Vertragspartner

Ist die Celsion Bank AG tatsächlich die Bank, die das Geld entgegennehmen soll?

Das Anlageprodukt

Existiert das beworbene Festgeld oder Tagesgeld zu den angegebenen Konditionen?

Die Einzahlung

Ist die angegebene Kontoverbindung für diese konkrete Anlage vorgesehen?

Fehlt eine verlässliche Bestätigung, sollte keine Überweisung erfolgen.

Die Empfängerbank ist nicht automatisch am Betrug beteiligt

Bei einer Festgeld-Abzocke kann Geld auf einem real existierenden Bankkonto eingehen, obwohl die versprochene Anlage nicht besteht.

Dabei müssen drei Rollen unterschieden werden: die namentlich genannte Anlagebank, die tatsächlich kontoführende Bank und der wirtschaftliche Zahlungsempfänger.

Es wäre rechtlich falsch, diese Beteiligten ohne weitere Beweise gleichzusetzen.

Dass ein Konto bei einer regulierten Bank geführt wird, beweist keine Beteiligung dieses Instituts am Anlagebetrug.

Ich empfehle, die tatsächliche Kontoinhaberschaft und den weiteren Zahlungsweg prüfen zu lassen.

Seit Oktober 2025 sind bei erfassten Euro-Überweisungen grundsätzlich Prüfungen zur Übereinstimmung von Empfängername und IBAN vorgesehen.

Etwaige Warnhinweise aus dem Onlinebanking sollten gesichert werden. Daraus folgt jedoch nicht automatisch ein Erstattungsanspruch.

Celsion Bank AG und die Einlagensicherung in Liechtenstein

Bei echten, entsprechend geschützten Bankeinlagen in Liechtenstein gilt grundsätzlich ein gesetzlicher Einlagenschutz von 100.000 Schweizer Franken je Einleger und Bank, vorbehaltlich gesetzlicher Sonderregelungen.

Die Celsion Bank AG veröffentlicht Informationen zum liechtensteinischen Einlagensicherungssystem.

Für einen möglichen Festgeld-Scam ist allerdings entscheidend, ob überhaupt eine echte Einlage entstanden ist.

Ein gefälschtes Festgeldzertifikat oder eine bloße Zahlungsbestätigung begründet keinen Einlagensicherungsanspruch.

Ich empfehle, die Existenz des konkreten Kontos unmittelbar bei der echten Bank überprüfen zu lassen.

Erst danach kann beurteilt werden, ob die Einlagensicherung überhaupt relevant ist.

Auszahlungsprobleme und zusätzliche Gebühren: Was wirklich verdächtig ist

Eine verweigerte vorzeitige Auszahlung ist bei echtem Festgeld nicht automatisch ein Betrugsnachweis.

Anders kann es aussehen, wenn die angebliche Anlagebank den Vertrag nicht kennt oder ein Vermittler plötzlich zusätzliche Zahlungen verlangt.

Bei einer möglichen Tagesgeld-Abzocke ist besonders auffällig, wenn ein angeblich jederzeit verfügbares Guthaben ohne nachvollziehbaren Grund gesperrt wird.

Ich empfehle, sämtliche Auszahlungsanträge und Antworten mit Datum zu sichern.

Besondere Vorsicht gilt bei sogenannten Recovery Scams.

Unbekannte Rückholunternehmen oder angebliche Ermittler versprechen dabei eine sichere Erstattung gegen Vorauszahlung.

Solche Versprechen sollten nicht mit realistischen rechtlichen Rückforderungsmöglichkeiten verwechselt werden.

Welche rechtlichen Ansprüche bei einem Celsion-Bank-Identitätsmissbrauch bestehen können

Bei nachgewiesener vorsätzlicher Täuschung kommen insbesondere Schadensersatzansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB sowie aus § 826 BGB in Betracht.

Gegen tatsächliche Zahlungsempfänger können unter bestimmten Voraussetzungen Ansprüche aus § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB bestehen.

Hat ein Anleger seine Überweisung wirksam selbst autorisiert, entsteht wegen des später erkannten Investmentbetrugs nicht automatisch ein Erstattungsanspruch nach § 675u BGB.

Bei tatsächlich nicht autorisierten Zahlungen kann diese Vorschrift dagegen relevant sein.

Ich empfehle, bei grenzüberschreitenden Zahlungen zusätzlich die internationale Zuständigkeit und das anwendbare Recht zu prüfen.

Eine Strafanzeige kann Ermittlungen ermöglichen, ersetzt aber keine zivilrechtliche Rückforderung. Verjährungsfragen nach §§ 195, 199 BGB sind zu berücksichtigen, soweit deutsches Recht Anwendung findet.

Warum die FMA-Warnung für Geschädigte besonders wichtig ist

Die Warnung der Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht dokumentiert einen konkreten Identitätsmissbrauch zum Nachteil der Celsion Bank AG.

Sie belegt, dass die Betreiber von celsionbankag.org nicht über eine entsprechende FMA-Zulassung verfügen und keine Verbindung zur echten Bank haben.

Damit besteht ein wichtiger Unterschied zu bloßen anonymen Erfahrungsberichten über angeblichen Anlagebetrug.

Ich empfehle, die Warnung zusammen mit den eigenen Vertragsunterlagen und Zahlungsbelegen für eine mögliche rechtliche Prüfung zu sichern.

Allerdings ersetzt auch eine behördliche Warnung nicht den Nachweis, dass eine bestimmte Überweisung tatsächlich an die beanstandeten Betreiber geflossen ist.

Celsion Bank AG: Jetzt den tatsächlichen Zahlungsempfänger feststellen

Die Celsion Bank AG ist eine echte, regulierte Bank aus Liechtenstein. Die FMA warnt vor unbekannten Dritten, die unter einer täuschend ähnlichen Internetadresse ihren Namen missbrauchen.

Die echte Bank ist ausdrücklich von diesen unbekannten Betreibern zu unterscheiden. Aus der behördlichen Warnung ergibt sich kein Betrugsvorwurf gegen die Celsion Bank AG selbst.

Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Bei der rechtlichen Aufarbeitung prüfe ich die Echtheit des behaupteten Anlagevertrags, den tatsächlichen Zahlungsempfänger, mögliche Rückforderungsansprüche und weitere rechtliche Schritte.

Wenn Sie unter dem Namen Celsion Bank AG eine vermeintliche Festgeldanlage abgeschlossen haben, sichern Sie Ihre Unterlagen und informieren Sie bei einem begründeten Betrugsverdacht unverzüglich Ihre Hausbank.

Über anlagebetrug.de können Sie eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.

Eine Rückzahlung lässt sich nicht garantieren. Entscheidend sind die vorhandenen Beweise, die tatsächlichen Zahlungswege und die rechtlichen Voraussetzungen des Einzelfalls.