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Geld zurück nach Anlagebetrug?

harrass-kollegen.de: Fake-Kanzlei nutzt Namen von Insolvenzverwalter Marko Harraß – Warnung vor Identitätsmissbrauch

Veröffentlicht am 06.11.2026 –

Ein Rechtsanwalt mit nachweisbarer Insolvenzverwaltertätigkeit, eine Kanzleiadresse in Nürnberg und eine Website voller juristischer Fachbegriffe: harrass-kollegen.de wirkt auf den ersten Blick glaubwürdig. Doch Watchlist Internet warnt seit dem 27. Oktober 2026 ausdrücklich vor dieser angeblichen Anwaltskanzlei.

Besonders wichtig: Rechtsanwalt Marko Harraß existiert tatsächlich. Seine unabhängig dokumentierte berufliche Tätigkeit unterscheidet sich jedoch von der Selbstdarstellung auf harrass-kollegen.de. Ich rate dringend, die verdächtige Domain nicht mit dem echten Rechtsanwalt oder dessen tatsächlicher Kanzleizugehörigkeit zu verwechseln.

Was meine Überprüfung von harrass-kollegen.de ergeben hat

Am 6. November 2026 war harrass-kollegen.de erreichbar. Der Internetauftritt bezeichnet sich als „Harraß Rechtsanwälte“ mit Sitz in der Zeltnerstraße 1, 90443 Nürnberg.

Als Inhaber wird Marko Harraß genannt. Die Website wirbt mit Insolvenzrecht, Restrukturierung, Gläubigervertretung und Geschäftsführerberatung.

Im Impressum erscheinen die Telefonnummer 0911 96640690, die Umsatzsteuer-ID DE976115032 und die Rechtsanwaltskammer Nürnberg.

Diese Angaben sind jedoch nicht automatisch echt. Ein professionelles Impressum kann auch Bestandteil einer gefälschten Kanzleiidentität sein.

Marko Harraß arbeitet nachweislich bei eureos in Erfurt

Hier liegt der entscheidende Unterschied: Der echte Rechtsanwalt Marko Harraß wird auf der offiziellen Website der eureos gmbh steuerberatungsgesellschaft rechtsanwaltsgesellschaft als Partner und Insolvenzverwalter geführt.

Seit April 2025 ist Marko Harraß dort am Standort Erfurt tätig. Die angegebene Geschäftsanschrift lautet Gorkistraße 14, 99084 Erfurt.

Marko Harraß ist außerdem Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht sowie Fachanwalt für Arbeitsrecht. Seine Tätigkeit als Insolvenzverwalter wird unabhängig dokumentiert.

Eine Zugehörigkeit des echten Rechtsanwalts Marko Harraß zur angeblichen Nürnberger Kanzlei hinter harrass-kollegen.de konnte ich dagegen nicht bestätigen.

Es besteht daher ein konkreter Verdacht auf Identitätsmissbrauch. Eine Beteiligung von Marko Harraß am Betrieb der gewarnten Domain ist nicht nachgewiesen.

Claudia Wendt, Tobias Reuter und Julia Kramer: Angebliche Kanzleikollegen

harrass-kollegen.de präsentiert außerdem Claudia Wendt als Rechtsanwältin für Geschäftsführerberatung, Tobias Reuter für Gläubigervertretung und Julia Kramer für Verbraucherinsolvenzrecht.

Ob diese Personen tatsächlich der behaupteten Kanzlei angehören, ließ sich nicht unabhängig bestätigen.

Ich empfehle, jeden genannten Berufsträger einzeln im Bundesweiten Amtlichen Anwaltsverzeichnis zu überprüfen. Dabei sind Kanzleisitz, Zulassung und Kontaktdaten entscheidend.

Auch möglicherweise existierende Rechtsanwälte namens Claudia Wendt, Tobias Reuter oder Julia Kramer dürfen nicht ohne Beweise mit harrass-kollegen.de in Verbindung gebracht werden.

Warum der Standort Nürnberg rechtlich bedeutsam ist

Die verdächtige Website nennt die Rechtsanwaltskammer Nürnberg. Der unabhängig dokumentierte berufliche Standort von Marko Harraß befindet sich dagegen bei eureos in Erfurt.

Unterschiedliche Kanzleistandorte sind für sich genommen kein Betrugsbeweis. Rechtsanwälte können mehrere Standorte unterhalten.

Ich rate deshalb zu einer gezielten Überprüfung: Ist Marko Harraß tatsächlich unter der Nürnberger Anschrift tätig? Gehört die Telefonnummer zu ihm? Hat er die Verwendung seines Namens auf harrass-kollegen.de autorisiert?

Solche Fragen sollten ausschließlich über unabhängig ermittelte Kontaktdaten geklärt werden.

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Fake-Insolvenzverwalter verkaufen Gold und angebliche Insolvenzbestände

Betrügerische Insolvenzkanzleien nutzen zunehmend Namen echter Berufsträger, um hochwertige Waren anzubieten.

Die Polizeidirektion Görlitz berichtete im August 2026 über einen Unternehmer, der nach einem angeblichen Insolvenzverkauf mehrere Tausend Euro verlor. Angeboten wurden Werkzeuge und Baumaschinen.

Andere bekannt gewordene Fälle betreffen Goldbarren, Edelmetallmünzen und Luxusfahrzeuge.

Ich empfehle, bei solchen Angeboten zunächst das Insolvenzgericht, das Aktenzeichen und die gerichtliche Bestellung zu überprüfen.

Ein konkreter betrügerischer Goldverkauf über harrass-kollegen.de ist damit nicht nachgewiesen. Die Warnung betrifft die Domain, nicht automatisch jede denkbare Betrugsmasche.

Die echte Insolvenzverwaltung lässt sich unabhängig feststellen

Nach § 56 Abs. 1 InsO bestellt das Insolvenzgericht den Insolvenzverwalter.

Bei angeblichen Verwertungsangeboten prüfe ich deshalb zuerst, ob das Verfahren tatsächlich existiert und ob die angebotenen Gegenstände überhaupt zur Insolvenzmasse gehören.

Anschließend kontrolliere ich die Verfügungsbefugnis und die Empfängerkontoverbindung.

Bei harrass-kollegen.de sollten Käufer insbesondere vermeiden, sich ausschließlich auf vermeintliche Gerichtsbeschlüsse oder die dort angegebenen Kontaktdaten zu verlassen.

Fake-Rechtsberatung und gefälschte Anwaltsschreiben

Identitätsdiebstahl bei Rechtsanwälten dient nicht ausschließlich dem Verkauf von Insolvenzware.

Betrüger können auch angebliche Erbschaften, Kryptowährungsrückzahlungen oder fingierte Abmahnungen anbieten.

Die Bundesrechtsanwaltskammer warnt ausdrücklich vor solchen gefälschten Kanzleiidentitäten.

Ich rate Betroffenen, keine angeblichen Gerichtskosten, Freischaltungsgebühren oder anwaltlichen Vorschüsse zu bezahlen, bevor die tatsächliche Beauftragung und die Identität des Rechtsanwalts geklärt sind.

Was Sie jetzt sofort tun sollten

Bei Kontakt mit harrass-kollegen.de empfehle ich:

  1. Keine weiteren Zahlungen oder Anzahlungen leisten.
  2. E-Mails, Rechnungen und Angebote vollständig sichern.
  3. Rechtsanwalt Marko Harraß über seine unabhängig bestätigten Kontaktdaten bei eureos kontaktieren.
  4. Die angeblichen Kanzleimitglieder amtlich überprüfen.
  5. Insolvenzverfahren und Verwalterbestellungen unabhängig kontrollieren.
  6. Bereits überwiesenes Geld sofort bei der Bank reklamieren.
  7. Bei übermittelten Ausweiskopien möglichen Identitätsmissbrauch berücksichtigen.
  8. Strafanzeige und zivilrechtliche Rückforderungsansprüche prüfen lassen.

Welche Ansprüche bestehen nach einem Fake-Kanzlei-Betrug?

Bei nachgewiesener Täuschung können Ansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB sowie aus § 826 BGB bestehen.

Ich prüfe insbesondere Zahlungswege, Kontoinhaber, Kommunikationsnachweise und mögliche Verantwortliche.

Entscheidend ist, zwischen tatsächlichen Tätern und möglicherweise selbst durch Identitätsdiebstahl geschädigten Rechtsanwälten zu unterscheiden.

harrass-kollegen.de: Kostenfreie Ersteinschätzung für Geschädigte

Wer über harrass-kollegen.de Geld überwiesen oder vertrauliche Dokumente übermittelt hat, sollte zeitnah handeln.

Ich, Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht, prüfe den Sachverhalt, Zahlungswege, mögliche rechtliche Ansprüche und weitere Maßnahmen.

Über anlagebetrug.de können Betroffene eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern. Dabei berücksichtige ich ausdrücklich den möglichen Identitätsmissbrauch zulasten des tatsächlich existierenden Rechtsanwalts Marko Harraß und die notwendige Abgrenzung zur gewarnten Domain harrass-kollegen.de.