Infinite Yield Inv. (infinite-yield.com): FINMA-Warnung und Verdacht auf Broker-Betrug – wie Anleger ihr Geld schützen
Eine Zürcher Geschäftsadresse, ein vielversprechender Investmentname und eine offizielle Warnung der Schweizer Finanzmarktaufsicht: Bei Infinite Yield Inv. gibt es erheblichen Anlass, genauer hinzusehen. Seit dem 29. Oktober 2026 steht das Angebot unter der Bezeichnung INFINITEYIELD auf der Warnliste der FINMA. Die Behörde nennt ausdrücklich die Internetadresse infinite-yield.com.
Für Anleger stellt sich damit eine dringende Frage: Was geschieht mit bereits eingezahltem Geld, wenn hinter einem vermeintlichen Broker kein überprüfbares Unternehmen erkennbar ist? Insbesondere bei Schwierigkeiten mit einer Auszahlung sollte ein möglicher Anlagebetrug sorgfältig untersucht werden.
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Als auf die rechtliche Aufarbeitung von Anlagebetrug spezialisierter Rechtsanwalt empfehle ich Betroffenen, zuerst ihre Zahlungswege zu sichern. Über anlagebetrug.de biete ich eine kostenfreie Ersteinschätzung an.
Infinite Yield Inv.: Eine Zürcher Adresse wirft entscheidende Fragen auf
Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA veröffentlichte am 29. Oktober 2026 einen Warnlisteneintrag zu INFINITEYIELD beziehungsweise infinite-yield.com.
Darin wird die Anschrift Badenerstrasse 574, 8048 Zürich, Schweiz, genannt. Bemerkenswert ist jedoch, dass die Aufsichtsbehörde keinen Unternehmenssitz ausweist und ausdrücklich den Vermerk „Ohne HR-Eintrag“ aufführt.
Die behördliche Warnung betrifft damit einen Anbieter, dessen Unternehmensidentität einer besonders sorgfältigen Überprüfung bedarf.
Eine Adresse in Zürich ist kein Nachweis dafür, dass dort tatsächlich ein reguliertes Finanzunternehmen tätig ist. Ebenso wenig belegt die Warnmeldung bereits eine strafrechtliche Verurteilung wegen Betrugs.
Meine Empfehlung: Fordern Sie die vollständige juristische Unternehmensbezeichnung, eine überprüfbare Registernummer und Angaben zur Finanzaufsicht an. Lassen Sie sich nicht mit einer bloßen Geschäftsanschrift zufriedengeben.
Warum die Warnung inzwischen über die Schweiz hinausreicht
Der Fall Infinite Yield Inv. ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Warnung nicht nur auf der Website der FINMA erscheint.
Am 31. Oktober 2026 veröffentlichte die norwegische Finanzaufsicht Finanstilsynet einen entsprechenden Hinweis unter Bezugnahme auf die Schweizer Warnung.
Auch im internationalen Warnsystem der Wertpapieraufsichtsbehörden ist INFINITEYIELD erfasst. Das zeigt, dass der behördliche Hinweis über Ländergrenzen hinweg verbreitet wird.
Allerdings handelt es sich dabei nicht um mehrere voneinander unabhängige Betrugsfeststellungen. Ausgangspunkt ist die Schweizer Warnmeldung.
Ich rate Anlegern, diese Unterscheidung ernst zu nehmen: Ein behördlicher Warnlisteneintrag ist ein gewichtiges Risikosignal, ersetzt aber nicht den Nachweis einer konkreten Straftat.
Was das Versprechen von Infinite Yield Inv. tatsächlich wert ist
Schon der Begriff „Yield“ lenkt den Blick auf Erträge. Ob und welche Renditen auf infinite-yield.com konkret zugesagt wurden, muss anhand der tatsächlichen Vertragsunterlagen und Werbeaussagen geprüft werden.
Für meine anwaltliche Bewertung wäre insbesondere entscheidend, ob Gewinne aus nachvollziehbaren Handelsgeschäften stammen oder lediglich innerhalb eines Kundenkontos angezeigt werden.
Die entscheidende Kontrollfrage
Kann der angebliche Broker erklären, wo die Vermögenswerte verwahrt werden und welche Transaktionen tatsächlich stattgefunden haben?
Ich empfehle Anlegern, vollständige Handelsabrechnungen, Angaben zu ausführenden Handelsplätzen und gegebenenfalls Informationen über die Verwahrstelle anzufordern.
Ein Kontostand auf einer Internetseite ist zunächst nur eine Anzeige. Ohne nachvollziehbare Vermögenswerte und tatsächliche Auszahlbarkeit lässt sich daraus nicht sicher auf vorhandenes Kapital schließen.
Infinite Yield Inv.-Auszahlung: Wann aus einer Verzögerung ein Warnsignal wird
Nicht jede verspätete Auszahlung bedeutet automatisch Betrug. Technische Schwierigkeiten oder erforderliche Identitätsprüfungen können grundsätzlich legitime Gründe für Verzögerungen sein.
Anders sieht es aus, wenn ein Anbieter immer neue Voraussetzungen nennt, ohne diese nachvollziehbar zu begründen.
Sollten bei Infinite Yield Inv. zusätzliche Steuern, Sicherheitsleistungen oder angebliche Kontofreischaltungen verlangt werden, rate ich dringend dazu, keine weiteren Zahlungen zu leisten.
Wie Sie eine Auszahlung beweissicher dokumentieren
Stellen Sie eine schriftliche Auszahlungsanforderung über den bisher vereinbarten Kommunikationsweg. Speichern Sie den vollständigen Wortlaut, das Datum und die Antwort.
Dokumentieren Sie außerdem, ob sich die Auszahlungsbedingungen gegenüber den ursprünglichen Vertragsangaben verändert haben.
Vermeiden Sie es, vorhandene Beweise durch vorschnelles Löschen des Kundenkontos zu verlieren. Eine rechtliche Sicherung der Unterlagen sollte möglichst vorher erfolgen.
Die ersten Maßnahmen bei Verdacht auf Broker-Betrug
Wer bereits Geld über infinite-yield.com investiert hat, sollte zunächst möglichen weiteren Schaden verhindern.
Was Sie jetzt sofort tun sollten
- Einzahlungen unterbrechen. Überweisen Sie keine neuen Anlagebeträge oder angeblichen Freischaltungsgebühren.
- Bank unverzüglich informieren. Bitten Sie um Prüfung eines Überweisungsrückrufs und lassen Sie den Betrugsverdacht dokumentieren.
- Kundenkonto sichern. Erstellen Sie Screenshots der Guthaben, Transaktionen und Auszahlungsanträge.
- Nachrichten archivieren. Exportieren Sie vollständige E-Mail-, WhatsApp- und Telegram-Verläufe.
- Zahlungsempfänger festhalten. Notieren Sie IBAN, Kontoinhaber, Wallet-Adressen und Transaktionskennungen.
- Zugänge schützen. Ändern Sie gefährdete Passwörter, aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung und überprüfen Sie Fernwartungssoftware.
- Identitätsdaten absichern. Übermitteln Sie keine weiteren Ausweiskopien oder Bankunterlagen an ungeprüfte Kontakte.
- Rechtliche Schritte vorbereiten. Lassen Sie Zahlungswege und mögliche Ansprüche frühzeitig untersuchen.
Ich empfehle, diese Maßnahmen unabhängig davon einzuleiten, ob der Anbieter weitere Auszahlungen in Aussicht stellt.
Kostenfreie Ersteinschätzung
Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.
- 1Sie schildern uns Ihren Fall
- 2Melden Sie sich unverbindlich per Mail, Telefon oder WhatsApp
- 3Wir prüfen Ihre Erfolgsaussichten
- 4Sie erhalten eine anwaltliche Rückmeldung zu Ihrem Einzelfall.
Eine Banküberweisung kann mehrere rechtliche Spuren hinterlassen
Bei einer Investition über Infinite Yield Inv. ist nicht allein entscheidend, welcher Betrag eingezahlt wurde. Besonders wichtig ist, an wen das Geld tatsächlich ging.
Der Unterschied zwischen Zahlungsauftrag und Empfängerkonto
Bei einer selbst autorisierten Überweisung besteht grundsätzlich kein automatischer Erstattungsanspruch gegen die eigene Bank, wenn der Zahlungsempfänger betrügerisch gehandelt haben sollte.
Dennoch kann ein sofortiger Rückrufversuch sinnvoll sein. Je nach Zahlungsstatus und Mitwirkung der Empfängerbank bestehen unterschiedliche praktische Möglichkeiten.
Ich empfehle außerdem, die ursprünglichen Zahlungsanweisungen mit den tatsächlichen Empfängerdaten zu vergleichen.
Weicht der Kontoinhaber vom behaupteten Vertragspartner ab, kann das ein wichtiger Ansatzpunkt für weitere Nachforschungen sein. Eine Haftung beteiligter Zahlungsdienstleister folgt daraus allerdings nicht automatisch.
Kryptowährungen: Warum die letzte Wallet-Adresse nicht genügt
Falls Einzahlungen für Infinite Yield Inv. über Kryptowährungen erfolgten, muss die Transaktionskette möglichst vollständig rekonstruiert werden.
Wer beispielsweise zunächst Geld an eine Kryptobörse überwiesen und anschließend digitale Vermögenswerte an eine externe Wallet gesendet hat, hat rechtlich und technisch mehrere unterschiedliche Vorgänge ausgelöst.
Ich rate dazu, nicht nur den ursprünglichen Kaufbeleg, sondern sämtliche Transaktions-Hashes und Empfängeradressen zu sichern.
Eine Blockchainanalyse kann aufzeigen, ob Vermögenswerte weitergeleitet oder an identifizierbare Handelsplattformen übertragen wurden.
Die Nachverfolgbarkeit einer Transaktion ist jedoch nicht mit ihrer Rückholbarkeit gleichzusetzen. Entscheidend bleibt, ob Verantwortliche oder Vermögenswerte identifiziert und rechtliche Maßnahmen tatsächlich durchgesetzt werden können.
Infinite Yield Inv. und die Frage nach verantwortlichen Personen
Bei aspenbondmere.com oder anderen problematischen Angeboten mag ein Firmenname im Mittelpunkt stehen. Bei Infinite Yield Inv. interessiert mich vor allem, welche natürlichen oder juristischen Personen die Investitionsentscheidungen und Zahlungen veranlasst haben.
Die FINMA-Warnung nennt für infinite-yield.com keinen Handelsregistereintrag. Damit wird die Identifizierung möglicher Verantwortlicher zu einer zentralen Aufgabe.
Für eine juristische Untersuchung können bereits scheinbar nebensächliche Informationen wichtig sein: Telefonnummern, E-Mail-Kopfzeilen, Zahlungsreferenzen, Vertragsunterschriften oder Angaben aus Videogesprächen.
Ich empfehle Anlegern ausdrücklich, auch ältere Nachrichten und Werbeunterlagen aufzubewahren. Gerade die Kommunikation vor der ersten Einzahlung kann Aufschluss über mögliche Täuschungshandlungen geben.
Welche Schadensersatzansprüche bei einem nachgewiesenen Betrug bestehen können
Bei einem begründeten Verdacht auf Anlagebetrug prüfe ich zunächst, welche Aussagen den Anleger zur Vermögensverfügung veranlasst haben.
Wurden falsche Tatsachen vorsätzlich vorgespiegelt und führte dies zu einem Vermögensschaden, kann § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB relevant werden.
Bei vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung kommt zusätzlich § 826 BGB in Betracht.
Auch eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung nach § 123 Abs. 1 BGB oder bereicherungsrechtliche Ansprüche nach § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB können geprüft werden.
Welche dieser Anspruchsgrundlagen tatsächlich greift, hängt von den Beweisen, den beteiligten Personen und den Vertragsverhältnissen ab.
Bei grenzüberschreitenden Sachverhalten muss außerdem geklärt werden, welches Recht anwendbar und welches Gericht zuständig ist.
Die zweite Betrugsgefahr: Angebliche Rückholagenturen
Wer im Zusammenhang mit infinite-yield.com öffentlich über Verluste berichtet, sollte besonders vorsichtig auf unaufgeforderte Kontaktaufnahmen reagieren.
Eine bekannte Betrugsform besteht darin, bereits geschädigten Anlegern die Wiederbeschaffung ihrer Vermögenswerte zu versprechen.
Angebliche Blockchain-Ermittler oder Behördenvertreter verlangen dann Vorauszahlungen für Freigaben, Steuern oder Ermittlungsgebühren.
Solche sogenannten Recovery Scams können einen weiteren erheblichen Schaden verursachen.
Mein anwaltlicher Rat: Zahlen Sie niemals aufgrund einer unüberprüften Rückzahlungszusage. Lassen Sie die Identität des Ansprechpartners und die rechtliche Grundlage einer Forderung unabhängig kontrollieren.
Beweise, Strafanzeige und Verjährung: Drei unterschiedliche Aufgaben
Ein möglicher Betrugsfall rund um Infinite Yield Inv. sollte nicht ausschließlich durch eine Strafanzeige bearbeitet werden.
Eine Anzeige nach § 158 Abs. 1 StPO kann strafrechtliche Ermittlungen veranlassen. Die Rückzahlung des investierten Geldes ist damit jedoch nicht automatisch verbunden.
Parallel sollte untersucht werden, ob außergerichtliche Ansprüche geltend gemacht oder gerichtliche Schritte eingeleitet werden können.
Auch Verjährungsfristen sind zu beachten. Für viele zivilrechtliche Ansprüche gelten §§ 195, 199 BGB mit einer regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren, deren Beginn von den gesetzlichen Voraussetzungen abhängt.
Ich empfehle deshalb, wichtige Entscheidungen nicht auf unbestimmte Zeit zu verschieben.
Infinite Yield Inv.: Jetzt rechtlich prüfen lassen, welche Möglichkeiten noch bestehen
Die FINMA-Warnung vom 29. Oktober 2026 liefert einen konkreten Anlass, Geschäfte über Infinite Yield Inv. besonders kritisch zu betrachten. Ob Anleger bereits geschädigt wurden und welche Ansprüche sich daraus ergeben, muss individuell untersucht werden.
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht und befasse mich schwerpunktmäßig mit Anlagebetrug, problematischen Online-Brokern und der rechtlichen Nachverfolgung digitaler Zahlungsvorgänge.
Über anlagebetrug.de erhalten Betroffene eine kostenfreie Ersteinschätzung.
Für die Prüfung zu infinite-yield.com benötige ich möglichst genaue Informationen über Ihre Einzahlungen, die beteiligten Zahlungsempfänger und eventuell aufgetretene Auszahlungsprobleme.
Anhand dieser Unterlagen kann ich mögliche rechtliche Ansprüche, die Nachvollziehbarkeit von Bank- und Kryptotransaktionen sowie sinnvolle außergerichtliche oder gerichtliche Schritte prüfen.
Warten Sie nicht darauf, dass ein ungeklärter Anbieter selbst für Klarheit sorgt. Entscheidend ist jetzt, die vorhandenen Beweise zu sichern, zusätzliche Verluste zu verhindern und die tatsächlich bestehenden rechtlichen Möglichkeiten konsequent zu untersuchen.