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Geld zurück nach Anlagebetrug?

kanzlei-focken.de: Fake-Kanzlei auf der Warnliste – Vorsicht vor falschen Anwälten und Insolvenzverkäufen

Veröffentlicht am 06.11.2026 –

Eine angebliche Anwaltskanzlei meldet sich mit einem verlockenden Angebot: Maschinen aus einer Insolvenz, günstig zu erwerben und angeblich sofort verfügbar. Oder ein vermeintlicher Rechtsanwalt fordert Geld wegen einer Urheberrechtsverletzung. In beiden Fällen soll die Autorität einer Kanzlei Zweifel beseitigen.

Vor der Domain kanzlei-focken.de warnt Watchlist Internet Österreich ausdrücklich. Die Internetadresse wurde am 21. September 2026 als betrügerische Anwaltswebsite in die öffentliche Warnliste aufgenommen.

Als Rechtsanwalt empfehle ich, bei Kontakten über kanzlei-focken.de vor allem die tatsächliche Identität des Absenders zu überprüfen.

Domainprüfung: kanzlei-focken.de verweigert den Zugriff

Ich habe versucht, kanzlei-focken.de unmittelbar über HTTPS und HTTP aufzurufen.

Beide Abrufe scheiterten mit der Servermeldung „403 Forbidden“. Die Website war damit für meine Prüfung nicht zugänglich.

Ein solcher Fehler bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Domain abgeschaltet wurde. Auch technische Zugriffsbeschränkungen sind möglich.

Wichtig ist deshalb die Unterscheidung: Die Warnlisteneintragung ist unabhängig bestätigt. Ein aktuelles Impressum, konkrete Kanzleianschriften oder Mitarbeiterprofile konnte ich dagegen nicht zuverlässig auslesen.

Was Watchlist Internet konkret beanstandet

Die österreichische Verbraucherplattform bezeichnet kanzlei-focken.de als Fassade einer betrügerischen Anwaltskanzlei.

Sie warnt vor drei unterschiedlichen Szenarien: erfundenen Erbschaften, nicht existierender Insolvenzmasse und fingierten Forderungen wegen Urheberrechtsverletzungen.

Damit geht es nicht ausschließlich um einen möglichen Fake-Insolvenzverwalter.

Auch Personen, die vermeintlich anwaltliche Rechtsberatung suchen oder eine Zahlungsaufforderung erhalten, sollten die Domain kritisch behandeln.

Ob jeder dieser Betrugsabläufe bereits konkret über kanzlei-focken.de eingesetzt wurde, lässt sich aus dem Warnhinweis allein nicht feststellen.

Angelika Focken: Eine ausdrückliche Mitteilung der Rechtsanwaltskammer Hamm

Bei meiner Recherche fand ich eine besonders relevante Veröffentlichung.

Die Rechtsanwaltskammer Hamm führt unter ihren Warnungen vor Fake-Kanzleien den Namen „Rechtsanwältin Angelika Focken“.

Die Kammer stellt ausdrücklich klar, dass eine entsprechende Rechtsanwältin aktuell nicht im Oberlandesgerichtsbezirk Hamm zugelassen ist.

Das ist ein wichtiges Warnsignal bei Kontakten, die diesen Namen verwenden.

Allerdings konnte ich nicht unabhängig bestätigen, dass kanzlei-focken.de tatsächlich unter dem Namen Angelika Focken auftritt.

Eine unmittelbare Verbindung zwischen dieser Kammerwarnung und der Domain darf deshalb nicht als erwiesen dargestellt werden.

Julia Focken: Eine tatsächlich dokumentierte Rechtsanwältin

Daneben existiert eine echte Rechtsanwältin namens Julia Focken, LL.M.

Sie ist laut ihrer Kanzlei und der Deutschen Anwaltauskunft bei Rechtsanwälte Dr. Funk, Dr. Tenfelde und Partner mbB in Osnabrück tätig.

Ihre Schwerpunkte liegen insbesondere im Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht und allgemeinen Zivilrecht.

Die Kanzlei nennt die Möserstraße 33, 49074 Osnabrück, als Anschrift.

Eine Verbindung zwischen Julia Focken, ihrer echten Osnabrücker Kanzlei und kanzlei-focken.de konnte ich nicht feststellen.

Julia Focken darf daher keinesfalls allein aufgrund ihres Nachnamens mit der gewarnten Domain verwechselt werden.

Kostenfreie Ersteinschätzung

Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.

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Alex Christopher Focken: Noch ein realer Berufsträger

Auch Alex Christopher Focken ist als Rechtsanwalt unabhängig dokumentiert.

Die Deutsche Anwaltauskunft führt ihn bei MELCHERS Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB in Heidelberg, Im Breitspiel 21.

Auch für Alex Christopher Focken gibt es keinen bestätigten Zusammenhang mit kanzlei-focken.de.

Gerade diese Namensüberschneidungen verdeutlichen das Risiko eines Identitätsmissbrauchs.

Betrüger können existierende Anwaltsnamen verwenden, ohne dass die betroffenen Berufsträger davon wissen.

Ich rate deshalb, immer die konkrete Domain, den behaupteten Kanzleisitz und die unabhängig bestätigten Kontaktdaten miteinander abzugleichen.

Fake-Insolvenzverwalter: Der Betrug beginnt mit einem Schnäppchen

Eine typische Betrugsmasche besteht im angeblichen Verkauf von Insolvenzbeständen.

Die Täter bieten Fahrzeuge, Werkzeuge, Baumaschinen oder Elektronik deutlich unter Marktpreis an.

Manchmal werden professionelle Warenkataloge, Rechnungen und vermeintliche Gerichtsbeschlüsse vorgelegt.

Ich empfehle, zunächst den Namen des Insolvenzschuldners, das Aktenzeichen und das zuständige Insolvenzgericht zu verlangen.

Anschließend sollte die tatsächliche Bestellung des Insolvenzverwalters unabhängig geprüft werden.

Nach § 56 InsO erfolgt diese Bestellung durch das Insolvenzgericht.

Gold aus Insolvenzmasse: Warum der Preis allein nichts beweist

Besonders gefährlich sind Angebote über Goldbarren, Edelmetallmünzen und hochwertige Fahrzeuge.

Ein angeblicher Insolvenzverwalter behauptet möglicherweise, die Gegenstände müssten dringend verwertet werden.

Ich rate, solche Erklärungen nicht als Beweis einer Verkaufsberechtigung anzusehen.

Prüfen Sie Eigentumsverhältnisse, Marktwert und tatsächlichen Zahlungsempfänger.

Ein konkretes Goldangebot über kanzlei-focken.de konnte ich nicht nachweisen.

Die allgemeine Masche gefälschter Insolvenzverkäufe ist jedoch durch Warnungen von Verbraucher- und Berufsorganisationen bekannt.

Fake-Rechtsberatung: Wenn eine Kanzlei mit Klage droht

Ein weiterer Betrugsweg sind fingierte urheberrechtliche Abmahnungen.

Der Absender behauptet, ein Foto oder einen Text rechtswidrig genutzt zu haben, und verlangt eine schnelle Vergleichszahlung.

Auch erfundene Erbschaften können als Vorwand dienen, um angebliche Steuern oder Freigabegebühren einzufordern.

Bei Schreiben von kanzlei-focken.de empfehle ich, zunächst die anwaltliche Zulassung, den Auftraggeber und die behauptete Forderung unabhängig zu überprüfen.

Zahlen Sie nicht allein deshalb, weil ein Schreiben juristisch formuliert ist.

Meine Empfehlungen für Betroffene

Wer mit kanzlei-focken.de Kontakt hatte, sollte zunächst weitere Zahlungen aussetzen.

Sichern Sie E-Mails, Rechnungen, angebliche Gerichtsbeschlüsse und vollständige Absenderinformationen.

Prüfen Sie mögliche Anwaltsnamen im Bundesweiten Amtlichen Anwaltsverzeichnis. Verwechseln Sie die gewarnte Domain insbesondere nicht mit den unabhängig dokumentierten Rechtsanwälten Julia Focken oder Alex Christopher Focken.

Bereits überwiesene Beträge sollten unverzüglich bei der Bank reklamiert werden.

Bei Betrugsverdacht empfehle ich zusätzlich eine Strafanzeige und die Prüfung möglicher Schadensersatzansprüche.

kanzlei-focken.de: Kostenfreie Ersteinschätzung

Ich, Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht, prüfe bei verdächtigen Kanzleikontakten Zahlungswege, mögliche Identitätsfälschungen und rechtliche Handlungsmöglichkeiten.

Über anlagebetrug.de können Betroffene eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.

Die entscheidende Unterscheidung: Die Warnung betrifft kanzlei-focken.de. Sie ist kein Beweis für ein Fehlverhalten echter Rechtsanwälte namens Focken. Gerade bei Fake-Kanzleien können tatsächlich zugelassene Berufsträger selbst Opfer eines Identitätsmissbrauchs werden.