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und Wirtschaftsrecht
Geld zurück nach Anlagebetrug?

MaxVault: Festgeldbetrug unter dem Namen Credem – wenn eine echte italienische Bank als Sicherheit herhalten soll

Veröffentlicht am 15.10.2026 –

Das Geld sollte für zwölf Monate fest angelegt werden. Stattdessen steht plötzlich eine andere Frage im Raum: Hat die angeblich beteiligte Bank überhaupt jemals ein Festgeldkonto eröffnet?

Bei MaxVault besteht der Verdacht, dass Anleger mit vermeintlichen Festgeldangeboten angesprochen werden und dabei die Namen Credem Bank beziehungsweise Credito Emiliano S.p.A. missbräuchlich verwendet werden. Wer bereits überwiesen hat, sollte die tatsächliche Existenz der Anlage unverzüglich überprüfen.

Die echte Credito Emiliano S.p.A. ist ausdrücklich nicht mit den mutmaßlichen Festgeldbetrügern gleichzusetzen. Credem ist die Markenbezeichnung des tatsächlich existierenden italienischen Kreditinstituts. Eine Beteiligung der Bank an den verdächtigen Angeboten ist nicht belegt.

Für Anleger ist jetzt nicht entscheidend, ob der vereinbarte Zins besonders attraktiv war. Entscheidend ist, wer das Geld erhalten hat, ob ein echter Bankvertrag besteht und welche Maßnahmen zur Sicherung möglicher Ansprüche noch möglich sind.

Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Betroffene können über anlagebetrug.de eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.

MaxVault und Credito Emiliano: Zwei Namen, aber nicht zwei Banken

Wer in den Unterlagen von MaxVault sowohl „Credem Bank“ als auch „Credito Emiliano S.p.A.“ findet, könnte annehmen, zwei unterschiedliche Institute seien an der Anlage beteiligt.

Tatsächlich steht Credem für die italienische Bank Credito Emiliano S.p.A. Das Kreditinstitut existiert und ist im europäischen Bankenaufsichtssystem erfasst.

Genau diese reale Unternehmensidentität kann für mutmaßliche Festgeldbetrüger interessant sein. Ein Anleger recherchiert den Banknamen, findet eine echte Bank und überträgt deren Seriosität möglicherweise auf ein Angebot, das gar nicht von ihr stammt.

Ich empfehle deshalb, die Existenz des Kreditinstituts strikt von der Echtheit des konkreten MaxVault-Angebots zu trennen. Eine echte Bank macht einen unbekannten Vermittler nicht automatisch seriös.

Der verdächtige Moment liegt möglicherweise vor der Überweisung

Bei einem Festgeldbetrug wird häufig über das Ende der Laufzeit gesprochen. Für die rechtliche Aufarbeitung ist jedoch oft die Phase unmittelbar vor der Zahlung aufschlussreicher.

Wer hat dem Anleger die Kontoverbindung geschickt? Wurde sie telefonisch angekündigt? Kam kurz vor der Überweisung eine korrigierte Zahlungsanweisung?

Bei MaxVault sollte besonders geprüft werden, ob die angebliche Credem-Anlage zunächst allgemein beworben wurde und erst später ein konkreter Zahlungsempfänger auftauchte.

Ich rate Betroffenen, sämtliche Nachrichten aus den Tagen vor der Überweisung chronologisch zu sichern. Gerade kurzfristige Änderungen können zeigen, welche Person den Geldfluss tatsächlich gesteuert hat.

MaxVault AG: Was über die öffentlich diskutierten Angebote bekannt ist

Im Internet wird insbesondere über Maxvault AG und die Internetadresse maxvault-ag.com im Zusammenhang mit möglichen Festgeld- und Tagesgeldproblemen berichtet.

Öffentliche Beiträge thematisieren unter anderem Zweifel an der tatsächlichen Einrichtung versprochener Bankanlagen und Schwierigkeiten bei Rückzahlungen. Solche Veröffentlichungen sind Hinweise, aber kein Ersatz für eine behördliche oder gerichtliche Feststellung.

Ob ein bestimmtes Angebot unter dem Namen MaxVault mit dieser Internetadresse verbunden war, muss anhand der erhaltenen Unterlagen überprüft werden.

Eine spezifische behördliche Warnung, die den behaupteten Missbrauch des Namens Credito Emiliano durch MaxVault ausdrücklich bestätigt, lässt sich nicht verlässlich feststellen.

Deshalb würde ich weder eine konkrete Täterschaft noch eine Verbindung zur echten Credem Bank allein aus Namensähnlichkeiten ableiten.

Die italienische Bankverbindung: Was eine IBAN wirklich verrät

Eine italienische IBAN beginnt mit „IT“. Das sagt etwas über das Kontoland aus, aber noch nichts darüber, ob der Anleger tatsächlich Festgeld bei Credito Emiliano besitzt.

Selbst wenn ein Empfängerkonto bei einer realen italienischen Bank geführt wird, muss es nicht auf den Namen des angeblichen Festgeldanlegers lauten.

Prüfen Sie den Kontoinhaber

Vergleichen Sie den Empfängernamen mit der juristischen Person, die im Vertrag genannt wird. Bewahren Sie auch Hinweise auf eine mögliche Abweichung bei der Empfängerüberprüfung auf.

Prüfen Sie die Vertragsnummer

Eine Nummer auf einem PDF ist kein ausreichender Existenznachweis. Lassen Sie Credito Emiliano unabhängig bestätigen, ob die angegebene Anlage tatsächlich besteht.

Prüfen Sie die Vermittlung

Fragen Sie, ob MaxVault beziehungsweise der konkret auftretende Vermittler überhaupt berechtigt ist, das betreffende Produkt anzubieten.

Verwenden Sie ausschließlich Kontaktdaten, die Sie unabhängig über die echte Bank ermittelt haben.

Was Sie jetzt sofort tun sollten

Wenn Sie im Zusammenhang mit MaxVault bereits Geld überwiesen haben, empfehle ich diese sieben Maßnahmen:

  1. Ihre Bank sofort einschalten. Melden Sie einen konkreten Verdacht auf Festgeldbetrug und beantragen Sie unverzüglich einen Überweisungsrückruf.
  2. Die Empfängerbank benachrichtigen lassen. Bitten Sie um eine dringende Betrugsmeldung und Prüfung möglicher Sicherungsmaßnahmen.
  3. Keine weiteren Zahlungen leisten. Stoppen Sie zusätzliche Anlagen, angebliche Steuern, Freigabegebühren und Sicherheitsleistungen.
  4. Credem unabhängig kontaktieren. Lassen Sie die behauptete Festgeldanlage und die angebliche Vermittlungsbeziehung überprüfen.
  5. Den vollständigen Zahlungsweg sichern. Dokumentieren Sie sämtliche IBANs, Empfängernamen, Beträge und Buchungsdaten.
  6. Originalunterlagen aufbewahren. Exportieren Sie E-Mails mit Kopfzeilen, Messenger-Verläufe, Vertragsanhänge und Zahlungsanweisungen.
  7. Persönliche Zugänge schützen. Ändern Sie gefährdete Passwörter und prüfen Sie, ob Ausweisdokumente oder Fernwartungsprogramme missbraucht werden könnten.

Lassen Sie sich den Überweisungsrückruf schriftlich bestätigen. Eine Rückzahlung ist dadurch nicht garantiert, doch Verzögerungen können die Sicherung noch vorhandener Gelder erschweren.

Kostenfreie Ersteinschätzung

Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.

  • 1Sie schildern uns Ihren Fall
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MaxVault: Warum der Zeitpunkt einer Kontoeröffnung wichtig ist

Ein rechtlich interessanter Prüfpunkt ist die Reihenfolge der behaupteten Vorgänge.

Wurde das angebliche Festgeldkonto bereits vor der Überweisung eröffnet? Oder sollte die Kontoeröffnung erst nach Zahlungseingang erfolgen?

Bei einem regulären Bankprodukt müssen die jeweiligen Abläufe nachvollziehbar sein. Werden nachträglich Dokumente mit einem früheren Datum ausgestellt, sollte ihre Herkunft überprüft werden.

Ich empfehle, die Erstellungsdaten vorhandener Dateien zu sichern, ohne die Originale zu verändern. Solche technischen Informationen beweisen für sich genommen keine Fälschung, können aber Widersprüche sichtbar machen.

Eine Credem-Einlagensicherung schützt keine erfundene Bankforderung

Italienische Kreditinstitute können einem gesetzlichen Einlagensicherungssystem angehören. Für erstattungsfähige Einlagen gilt innerhalb des europäischen Rahmens grundsätzlich ein Schutz bis zu 100.000 Euro pro Einleger und Institut.

Dieser Schutz setzt jedoch voraus, dass überhaupt eine entsprechende Bankeinlage existiert.

Hat ein mutmaßlicher Täter lediglich den Namen Credito Emiliano S.p.A. verwendet, ohne dass die echte Bank Vertragspartner wurde, entsteht dadurch kein Anspruch gegen das Institut oder dessen Einlagensicherung.

Bei MaxVault rate ich deshalb, zuerst die tatsächliche Bankbeziehung zu überprüfen und erst anschließend über die Reichweite einer Einlagensicherung zu sprechen.

Welche Ansprüche nach einem MaxVault-Festgeldbetrug möglich sind

Bei nachgewiesener vorsätzlicher Täuschung können Schadensersatzansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 Abs. 1 StGB sowie aus § 826 BGB in Betracht kommen.

Je nach Empfänger und Zahlungsgrund können außerdem Ansprüche wegen ungerechtfertigter Bereicherung gemäß § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB bestehen.

Selbst freigegebene Überweisung

Hat der Anleger die Überweisung wirksam autorisiert, begründet die spätere Erkenntnis eines Betrugs nicht automatisch einen Erstattungsanspruch nach § 675u BGB gegen seine Bank.

Zahlung ohne wirksame Zustimmung

Wurde ein Konto ohne Autorisierung belastet, kann § 675u BGB dagegen eine wichtige Anspruchsgrundlage sein. Sichern Sie dann TAN-Protokolle und Hinweise auf mögliche Fremdzugriffe.

Ein identifizierter Kontoinhaber haftet nicht automatisch für den gesamten Schaden. Die rechtlichen Voraussetzungen müssen für jede beteiligte Person gesondert geprüft werden.

Wenn MaxVault eine Auszahlung von neuen Bedingungen abhängig macht

Ein echter Festgeldvertrag kann die Verfügung über das Geld bis zur Fälligkeit ausschließen. Ein solcher vertraglicher Ausschluss erklärt jedoch nicht, warum die angeblich kontoführende Bank das Konto möglicherweise gar nicht kennt.

Werden zur Auszahlung plötzlich zusätzliche Gebühren verlangt, rate ich dringend von einer ungeprüften Zahlung ab.

Ebenso sollten Betroffene auf sogenannte Recovery Scams achten. Dabei geben sich Dritte als Ermittler, Finanzexperten oder Rückholunternehmen aus und versprechen eine Erstattung gegen Vorauszahlung.

Sichern Sie solche Kontakte. Geben Sie keine weiteren Ausweisdokumente oder Zugangsdaten heraus.

MaxVault und die Beweisführung: Aus Einzelheiten wird ein nachvollziehbarer Sachverhalt

Für eine mögliche Strafanzeige und zivilrechtliche Aufarbeitung sollten Anleger nicht nur den behaupteten Gesamtschaden nennen.

Ich empfehle, für jede Zahlung festzuhalten, welche Zusage vorausging, welche Kontoverbindung genannt wurde und welche Bestätigung anschließend eintraf.

Eine Strafanzeige kann Ermittlungen ermöglichen, ersetzt jedoch nicht die eigenständige Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche.

Auch Verjährungsfragen sind zu beachten. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt nach deutschem Recht gemäß §§ 195, 199 BGB drei Jahre, wobei ihr Beginn von den gesetzlichen Voraussetzungen abhängt.

Bei italienischen Konten können zusätzlich Fragen des anwendbaren Rechts und der internationalen gerichtlichen Zuständigkeit relevant werden.

MaxVault: Jetzt den angeblichen Credem-Vertrag und den Geldfluss prüfen lassen

Bei MaxVault besteht der Verdacht, dass Festgeldangebote unter missbräuchlicher Verwendung der Namen Credem Bank und Credito Emiliano S.p.A. verbreitet werden.

Die echte italienische Credito Emiliano S.p.A. ist ausdrücklich von den mutmaßlichen Festgeldbetrügern zu unterscheiden. Die Existenz der Bank beweist nicht die Echtheit eines von MaxVault vermittelten Angebots.

Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Bei der rechtlichen Aufarbeitung prüfe ich die tatsächlichen Zahlungsempfänger, die Echtheit der behaupteten Bankverbindung, mögliche Rückforderungs- und Schadensersatzansprüche sowie weitere außergerichtliche oder gerichtliche Schritte.

Wenn Sie über MaxVault Geld angelegt haben, stellen Sie die Zahlungsbelege, Festgeldunterlagen und gesamte Kommunikation zusammen. Über anlagebetrug.de können Sie eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.

Eine Rückzahlung lässt sich nicht garantieren. Entscheidend ist, die noch verfügbaren Informationen frühzeitig zu sichern und daraus rechtlich belastbare Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.