@verivox-konto.com: Festgeldbetrug mit falschen Verivox-Mails und angeblicher ING-Anlage in den Niederlanden
Eine E-Mail verspricht attraktive Festgeldzinsen. Als Absender erscheint ein vermeintlicher Mitarbeiter von Verivox, die Anlage soll bei einer niederländischen Bank geführt werden. Der Anleger erhält Unterlagen, überweist Geld und wartet auf seine Bankbestätigung. Doch die Nachricht stammt möglicherweise gar nicht von Verivox.
Vor E-Mail-Adressen mit der Endung @verivox-konto.com warnt das echte Vergleichsportal ausdrücklich. Die Adresse gehört nicht zu Verivox. Auch Stiftung Warentest hat den Missbrauch des bekannten Vergleichsportalnamens im Zusammenhang mit vermeintlichen Festgeldangeboten dokumentiert.
Besonders kritisch ist eine zusätzliche Behauptung, wonach das Geld bei ING Bank N.V. in den Niederlanden angelegt werde. Die echte ING Bank ist ausdrücklich von den mutmaßlichen Betrügern zu unterscheiden. Ihr Name kann missbräuchlich verwendet werden, ohne dass das Institut an dem Angebot beteiligt ist.
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Wer bereits Geld überwiesen hat, kann über anlagebetrug.de eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.
@verivox-konto.com: Die entscheidende Warnung stammt von Verivox selbst
Verivox warnte zuletzt am 4. August 2026 ausdrücklich vor gefälschten E-Mails, die angebliche Tages- und Festgeldangebote verbreiten.
Das Unternehmen nennt dabei mehrere Absender-Endungen, die nicht zu Verivox gehören:
- @verivox-konto.com
- @de-verivox.com
- @verivox-online.de
- @verivoxonline
- @verivox.business
Diese Schreibweisen sind für die Beweissicherung relevant. Ich empfehle Anlegern, jede verwendete Adresse buchstabengetreu zu notieren. Schon eine kleine Abweichung kann auf eine andere technische Infrastruktur hinweisen.
Die echte Verivox GmbH verwendet für offizielle E-Mails die Endung @verivox.com. Selbst eine äußerlich glaubwürdige Nachricht von @verivox-konto.com ist deshalb keine Nachricht des echten Vergleichsportals.
Ein wichtiger Unterschied: Verivox vergleicht Angebote, verschickt aber keine individuellen Festgeldangebote
Verivox betreibt ein echtes Vergleichsportal für Finanzprodukte. Daraus folgt jedoch nicht, dass jede E-Mail mit Verivox-Logo ein legitimes Vermittlungsangebot ist.
Nach eigener Darstellung verschickt Verivox keine Tages- oder Festgeldangebote per E-Mail oder Post. Beim regulären Vergleich führt der Weg zur jeweiligen Bank beziehungsweise deren Antragsprozess.
Wer dagegen von info@verivox-konto.com eine angeblich persönliche Festgeldempfehlung erhält, sollte den Vorgang nicht mit einer normalen Verivox-Vermittlung verwechseln.
Ich rate dazu, zunächst den tatsächlichen Kontaktweg zu rekonstruieren: Haben Sie selbst einen Vergleich gestartet? Wurde Ihnen danach unverlangt ein Angebot zugeschickt? Oder kam die erste Kontaktaufnahme vollständig ohne vorherige Anfrage?
Gerade die Herkunft des ersten Kontakts kann später eine wichtige Rolle spielen.
Weitere bekannte Verivox-Fälschungen: de-verivox.com und konkrete E-Mail-Adressen
Stiftung Warentest berichtete am 15. Juli 2026 über falsche Festgeldangebote mit den Endungen @de-verivox.com und @verivox-konto.com.
In weiteren öffentlichen Warnbeiträgen werden insbesondere folgende Adressen genannt:
angebote@de-verivox.com
Diese Adresse kann wie ein offizielles Angebotspostfach wirken. Sie gehört jedoch nicht zum echten Verivox-Absenderbereich.
info@de-verivox.com
Der Zusatz „de-“ erzeugt einen scheinbaren Deutschlandbezug. Für die Echtheit einer Nachricht ist das kein Nachweis.
info@verivox-konto.com
Der Begriff „Konto“ kann den Eindruck einer speziellen Verivox-Abteilung für Geldanlagen vermitteln. Auch diese Adresse ist nicht dem echten Vergleichsportal zuzurechnen.
Die genannten Adressen sind dokumentierte Warnsignale. Dass sie von derselben Tätergruppe kontrolliert werden, ist damit nicht bewiesen.
ING NL: Warum ein bekannter Bankname den Verdacht nicht entkräftet
Bei den hier angesprochenen Festgeldangeboten steht zusätzlich der Verdacht im Raum, dass ING Bank N.V. missbräuchlich als angebliche niederländische Anlagebank genannt wird.
Die ING Bank N.V. ist ein tatsächlich existierendes niederländisches Kreditinstitut. Sie darf keinesfalls mit unbekannten Personen gleichgesetzt werden, die unter @verivox-konto.com oder ähnlichen Absendern auftreten.
Ich empfehle, drei Angaben unabhängig zu überprüfen: die vollständige juristische Bezeichnung der Bank, die behauptete Festgeldkontonummer und die tatsächliche Berechtigung des angeblichen Vermittlers.
Wichtig ist die Differenzierung: Die veröffentlichten Warnungen zu den Verivox-Fälschungen nennen unter anderem angebliche Angebote anderer Banken. Eine behördlich oder durch Verivox bestätigte Verbindung gerade zwischen @verivox-konto.com und dem behaupteten ING-Namensmissbrauch ist damit nicht automatisch belegt.
Für diese konkrete Zuordnung müssen die erhaltenen Anlegerunterlagen ausgewertet werden.
Was Sie jetzt sofort tun sollten
Wenn Sie im Zusammenhang mit @verivox-konto.com, @de-verivox.com oder einer ähnlichen Adresse bereits Geld überwiesen haben, empfehle ich sieben Maßnahmen:
- Sofort Ihre Bank kontaktieren. Melden Sie einen möglichen Festgeldbetrug und beantragen Sie einen Überweisungsrückruf.
- Die Empfängerbank warnen lassen. Bitten Sie um eine dringende Betrugsmeldung und Prüfung möglicher Sicherungsmaßnahmen.
- Keine weiteren Beträge zahlen. Stoppen Sie zusätzliche Einlagen, angebliche Steuerzahlungen und Auszahlungsgebühren.
- Die echte ING unabhängig kontaktieren. Lassen Sie prüfen, ob das behauptete Festgeldkonto tatsächlich existiert.
- Verivox über offizielle Kontaktwege informieren. Melden Sie die verdächtige Absenderadresse und den angeblichen Ansprechpartner.
- Original-E-Mails sichern. Exportieren Sie die Nachrichten einschließlich vollständiger Kopfzeilen und Anhänge.
- Ihre persönlichen Daten schützen. Ändern Sie gefährdete Passwörter und prüfen Sie mögliche Risiken durch versandte Ausweiskopien.
Ich empfehle, den Zeitpunkt der Betrugsmeldung und die Vorgangsnummer der Bank schriftlich festzuhalten. Ein Überweisungsrückruf ist nicht garantiert erfolgreich, kann aber zeitkritisch sein.
Kostenfreie Ersteinschätzung
Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.
- 1Sie schildern uns Ihren Fall
- 2Melden Sie sich unverbindlich per Mail, Telefon oder WhatsApp
- 3Wir prüfen Ihre Erfolgsaussichten
- 4Sie erhalten eine anwaltliche Rückmeldung zu Ihrem Einzelfall.
Warum die E-Mail-Kopfzeilen bei @verivox-konto.com besonders wertvoll sind
Bei einer möglichen Täuschung über E-Mail-Adressen genügt ein Screenshot des sichtbaren Absendernamens häufig nicht.
Eine Nachricht kann im Posteingang „Verivox Festgeldservice“ anzeigen, obwohl die technische Absenderadresse ganz anders lautet.
Sichtbarer Absender und Antwortadresse
Prüfen Sie, ob die Adresse im Feld „Antworten an“ von @verivox-konto.com abweicht. Das kann erklären, wohin Antworten tatsächlich geleitet wurden.
Weiterleitungen und technische Versanddaten
Vollständige E-Mail-Kopfzeilen können Hinweise auf verwendete Mailserver und Versandwege enthalten. Solche Daten identifizieren Täter nicht automatisch, können aber für Ermittlungen nützlich sein.
Ich rate, die Nachrichten als Originaldateien zu speichern und nicht lediglich an sich selbst weiterzuleiten.
Der Zahlungsauftrag entscheidet, ob überhaupt eine ING-Einlage entstanden ist
Ein vermeintlicher ING-Festgeldvertrag ist kein ausreichender Beweis dafür, dass die echte Bank den Anlagebetrag erhalten hat.
Entscheidend ist, auf welches Konto das Geld tatsächlich überwiesen wurde.
Bei Angeboten über info@verivox-konto.com oder angebote@de-verivox.com sollte der Empfängername auf dem Bankbeleg mit dem behaupteten Vertragspartner verglichen werden.
Auch eine niederländische IBAN belegt nicht, dass der Anleger ein eigenes Festgeldkonto bei ING Bank N.V. besitzt.
Ich empfehle, jede Überweisung mit Datum, Betrag, IBAN, Empfängername und zugehöriger E-Mail zu dokumentieren. Diese Zuordnung erleichtert die spätere Prüfung möglicher Ansprüche.
@de-verivox.com und @verivox-online.de: Warum mehrere Domains die Ermittlungen verändern
Wenn ein Anleger Nachrichten von verschiedenen verdächtigen Verivox-Adressen erhalten hat, sollte er diese nicht als bloße Schreibvarianten behandeln.
Möglicherweise wurden unterschiedliche Kommunikationskanäle verwendet. Ob sie organisatorisch zusammenhängen, muss anhand technischer und tatsächlicher Informationen geprüft werden.
Die Endungen @de-verivox.com, @verivox-online.de, @verivox.business und @verivox-konto.com sollten deshalb getrennt dokumentiert werden.
Ich rate Betroffenen, auch Telefonnummern, angebliche Mitarbeiternamen und Bankverbindungen den jeweiligen Nachrichten zuzuordnen.
Gerade diese Zuordnung kann helfen, einen komplexen Sachverhalt für eine Strafanzeige nachvollziehbar aufzubereiten.
Welche rechtlichen Ansprüche bei falschen Verivox-Festgeldangeboten bestehen können
Bei nachgewiesener vorsätzlicher Täuschung können Schadensersatzansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 Abs. 1 StGB und § 826 BGB in Betracht kommen.
Je nach tatsächlichem Zahlungsempfänger können außerdem bereicherungsrechtliche Ansprüche gemäß § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB geprüft werden.
Hat der Anleger eine Überweisung wirksam selbst freigegeben, besteht wegen des später erkannten Betrugs nicht automatisch ein Erstattungsanspruch nach § 675u BGB gegen seine Hausbank.
Bei einer tatsächlich nicht autorisierten Kontobelastung kann diese Vorschrift dagegen erheblich sein.
Ich empfehle außerdem, mögliche Ansprüche gegen weitere Beteiligte nur anhand konkreter Pflichtverletzungen zu prüfen. Die bloße Existenz eines Empfängerkontos begründet keine automatische Haftung.
Wenn die Auszahlung ausbleibt: Nicht auf neue Zahlungsforderungen eingehen
Bei einem regulären Festgeldvertrag kann die Auszahlung vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit ausgeschlossen sein.
Wenn jedoch eine angebliche ING-Anlage über @verivox-konto.com vermittelt wurde und die echte Bank den Vertrag nicht bestätigen kann, sollte der Anleger nicht einfach bis zur Fälligkeit warten.
Besonders verdächtig sind Forderungen nach zusätzlichen Steuern, Sicherheitsleistungen oder Freigabegebühren.
Ich warne außerdem vor Recovery Scams. Dabei versprechen angebliche Ermittler oder Rückholunternehmen die Erstattung verlorener Gelder gegen Vorauszahlung.
Eine Strafanzeige kann Ermittlungen ermöglichen, ersetzt aber nicht die eigenständige zivilrechtliche Prüfung. Auch die regelmäßige Verjährung nach §§ 195, 199 BGB sollte frühzeitig berücksichtigt werden.
@verivox-konto.com: Jetzt die E-Mail-Spuren und Empfängerkonten prüfen lassen
Die Warnungen des echten Vergleichsportals und von Stiftung Warentest zeigen, dass der Name Verivox gezielt für falsche Festgeldangebote missbraucht wird.
Zu den dokumentierten verdächtigen Absendern gehören @verivox-konto.com, @de-verivox.com, @verivox-online.de, @verivox.business sowie die konkreten Adressen info@verivox-konto.com und angebote@de-verivox.com.
Die echte Verivox GmbH und die echte ING Bank N.V. sind ausdrücklich von den mutmaßlichen Tätern zu unterscheiden. Eine Beteiligung dieser Unternehmen an den verdächtigen Angeboten ist nicht belegt.
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Bei der rechtlichen Aufarbeitung prüfe ich die E-Mail-Kommunikation, den behaupteten ING-Vertrag, die tatsächlichen Zahlungsempfänger sowie mögliche Rückforderungs- und Schadensersatzansprüche.
Wenn Sie auf ein Angebot von @verivox-konto.com oder einer anderen falschen Verivox-Adresse reagiert haben, sichern Sie jetzt die Originalnachrichten, Zahlungsbelege und Festgeldunterlagen. Über anlagebetrug.de können Sie eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.
Eine Rückzahlung kann nicht garantiert werden. Entscheidend ist, den tatsächlichen Geldfluss frühzeitig aufzuklären und die rechtlichen Möglichkeiten anhand überprüfbarer Beweise zu beurteilen.