vermoegenstreuhand-stuttgart.de: Betrugswarnung trotz Firmenimpressum – Fake-Kanzlei oder Identitätsmissbrauch?
Die Domain vermoegenstreuhand-stuttgart.de steht seit dem 3. November 2026 auf der Warnliste von Watchlist Internet Österreich. Die Verbraucherschutzorganisation ordnet sie betrügerischen Anwaltskanzleien zu. Wer über diese Internetadresse ein Kaufangebot, eine Zahlungsaufforderung oder angebliche Rechtsberatung erhalten hat, sollte dringend die Herkunft überprüfen.
Bei meiner Recherche vom 6. November 2026 war die Website erreichbar. Dabei zeigte sich eine Besonderheit, die für Betroffene rechtlich entscheidend sein kann: Der aktuelle Internetauftritt bezeichnet sich gerade nicht als Rechtsanwaltskanzlei.
Was hinter vermoegenstreuhand-stuttgart.de laut Impressum stehen soll
Die Website präsentiert sich als „Vermögenstreuhand Stuttgart“. Sie beschreibt die Organisation von Unterlagen, administrative Projektbegleitung und B2B-E-Mail-Marketing.
Im Impressum erscheint die Positive Group Deutschland GmbH, Ingeborg-Krummer-Schroth-Straße 18a, 79106 Freiburg im Breisgau. Als Geschäftsführer wird Mathieu Tarnus genannt, außerdem die Handelsregisternummer HRB 706983.
Ausdrücklich erklärt die Website, weder Rechts- noch Steuerberatung oder regulierte Finanzdienstleistungen anzubieten.
Das ist bemerkenswert: Die öffentliche Betrugswarnung und die gegenwärtige Selbstdarstellung unterscheiden sich erheblich. Ich rate deshalb, sämtliche früher erhaltenen Nachrichten und Dokumente aufzubewahren. Sie können zeigen, unter welcher Identität tatsächlich Kontakt aufgenommen wurde.
Positive Group Deutschland GmbH und Mathieu Tarnus: Wer ist verantwortlich?
Ein Impressum beweist nicht, dass die dort genannte Gesellschaft den Internetauftritt tatsächlich kontrolliert.
Die Angaben zur Positive Group Deutschland GmbH und zu Mathieu Tarnus stammen zunächst aus der Website selbst. Eine unabhängige Bestätigung ihrer Verantwortung für sämtliche über vermoegenstreuhand-stuttgart.de versandten Nachrichten liegt mir nicht vor.
Auch ein Identitätsmissbrauch zulasten der genannten Gesellschaft oder ihres Geschäftsführers muss berücksichtigt werden. Ohne entsprechende Beweise dürfen weder Positive Group Deutschland GmbH noch Mathieu Tarnus als Beteiligte eines Betrugs bezeichnet werden.
Ich empfehle, Handelsregisterangaben, tatsächliche Vertretungsverhältnisse und die Herkunft konkreter Zahlungsaufforderungen getrennt zu überprüfen.
Warum eine Fake-Insolvenzverwaltung besonders glaubwürdig wirken kann
Betrügerische Insolvenzkanzleien verwenden häufig echte Fachbegriffe, gerichtliche Aktenzeichen und professionell gestaltete Verwertungskataloge.
Der Verband Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands warnte im März 2026 vor kopierten Kanzleiwebsites mit veränderten Kontaktdaten.
Wer über vermoegenstreuhand-stuttgart.de angebliche Insolvenzware angeboten bekommt, sollte daher zunächst das zuständige Insolvenzgericht ermitteln.
Ich rate, die Bestellung des Insolvenzverwalters anhand der gerichtlichen Bekanntmachung zu prüfen. Ein mitgeschickter Gerichtsbeschluss genügt nicht: Auch solche Dokumente können gefälscht sein.
Gold, Baumaschinen und Luxusfahrzeuge: Reale Fälle von Insolvenzverkaufsbetrug
Die echte Kanzlei Anchor warnte im Oktober 2026 vor gefälschten Angeboten unter ihrem Namen. Betroffen waren angebliche Insolvenzbestände mit Gold, hochwertigen Fahrzeugen und Baumaschinen.
Auch die Rechtsanwaltskanzlei Noerr berichtete über missbräuchlich verwendete Kanzleinamen und fingierte Verwertungskataloge.
Diese Fälle belegen, wie gefährlich Fake-Insolvenzverwalter und gestohlene Anwaltsidentitäten sind. Eine nachgewiesene Verbindung zu vermoegenstreuhand-stuttgart.de besteht dadurch allerdings nicht.
Ich empfehle bei Edelmetallangeboten zusätzlich einen Vergleich mit dem aktuellen Materialwert. Extrem niedrige Preise und kurzfristige Vorkasseforderungen sind ernst zu nehmende Warnsignale.
Kostenfreie Ersteinschätzung
Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.
- 1Sie schildern uns Ihren Fall
- 2Melden Sie sich unverbindlich per Mail, Telefon oder WhatsApp
- 3Wir prüfen Ihre Erfolgsaussichten
- 4Sie erhalten eine anwaltliche Rückmeldung zu Ihrem Einzelfall.
Echte Rechtsanwälte dürfen nicht mit falschen Kanzleidomains verwechselt werden
Ein besonders aufschlussreicher Fall betrifft Rechtsanwalt Dr. Jens Hausmanns. Die Rechtsanwaltskammer Düsseldorf warnte im Februar 2026 vor einer angeblichen „KANZLEI HAUSMANNS“.
Dr. Jens Hausmanns ist tatsächlich zugelassen, betreibt nach Angaben der Kammer aber nicht die dort bezeichneten verdächtigen Internetauftritte.
Bei vermoegenstreuhand-stuttgart.de konnte ich keinen konkreten namensgleichen Rechtsanwalt feststellen, dessen Identität nachweislich missbraucht wird.
Gerade deshalb müssen Betroffene sorgfältig unterscheiden: Eine Warnung vor einer Domain ist keine automatische Beschuldigung einer namensgleichen echten Kanzlei oder Person.
Fake-Rechtsberatung, Erbschaftsbetrug und fingierte Abmahnungen
Watchlist Internet nennt im Zusammenhang mit betrügerischen Kanzleiwebsites auch erfundene Erbschaften und falsche urheberrechtliche Forderungen.
Bei solchen Fake-Anwaltsschreiben sollen Betroffene häufig Gebühren bezahlen, Unterlassungserklärungen unterschreiben oder sensible Unterlagen übersenden.
Ich rate, Forderungen nicht vorschnell anzuerkennen. Überprüfen Sie die Anwaltszulassung im bundesweiten amtlichen Anwaltsverzeichnis und kontaktieren Sie die angebliche Kanzlei ausschließlich über unabhängig recherchierte Kontaktdaten.
Was Sie jetzt sofort tun sollten
Bei verdächtigen Kontakten mit vermoegenstreuhand-stuttgart.de empfehle ich:
- Keine weiteren Zahlungen oder Anzahlungen leisten.
- Rechnungen, E-Mails und vollständige Nachrichtenverläufe sichern.
- Screenshots der Website einschließlich Impressum erstellen.
- Empfängerkonten und tatsächliche Kontoinhaber überprüfen.
- Bei Überweisungen unverzüglich einen Bankrückruf anfragen.
- Angebliche Insolvenzverfahren unabhängig beim Gericht kontrollieren.
- Bei übersandten Ausweiskopien möglichen Identitätsmissbrauch berücksichtigen.
- Strafanzeige und zivilrechtliche Ansprüche prüfen lassen.
Welche rechtlichen Ansprüche bestehen bei einem Fake-Kanzlei-Betrug?
Bei nachgewiesener Täuschung können Ansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB sowie § 826 BGB relevant werden.
Ich prüfe insbesondere, wer Zahlungen empfangen hat, welche Täuschungshandlungen dokumentiert sind und ob weitere Verantwortliche identifiziert werden können.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Name im Impressum muss nicht mit dem tatsächlichen Zahlungsempfänger übereinstimmen. Gerade diese Abweichung kann für Ermittlungen bedeutsam sein.
vermoegenstreuhand-stuttgart.de: Kostenfreie Ersteinschätzung durch Rechtsanwalt Martin Wehrmann
Wer durch vermoegenstreuhand-stuttgart.de möglicherweise geschädigt wurde, sollte frühzeitig seine Beweise und Zahlungswege überprüfen lassen.
Ich, Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht, prüfe den konkreten Sachverhalt, mögliche Rückforderungsansprüche und weitere rechtliche Schritte.
Über anlagebetrug.de können Betroffene eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern. Dabei berücksichtige ich ausdrücklich, ob eine gefälschte Kanzleiidentität, ein möglicher Identitätsmissbrauch oder eine andere Form der Täuschung vorliegt.
