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Geld zurück nach Anlagebetrug?

weidemann-kanzlei.de: Warnung vor Fake-Kanzlei – angebliche Insolvenzexperten aus Köln im Visier

Veröffentlicht am 06.11.2026 –

Eine Kölner Rechtsanwaltskanzlei, drei Fachanwälte, Hunderte abgeschlossene Verfahren und ein digitales Mandantenportal: Der Internetauftritt unter weidemann-kanzlei.de vermittelt den Eindruck einer spezialisierten Insolvenzkanzlei.

Doch die Internetadresse steht seit dem 19. August 2026 auf der öffentlichen Warnliste von Watchlist Internet Österreich. Die Verbraucherplattform führt sie unter den betrügerischen Anwaltswebsites.

Ich rate deshalb insbesondere Geschäftsführern, Gläubigern und Kaufinteressenten zur Vorsicht. Denn gerade im Insolvenzrecht kann eine gefälschte Kanzleiidentität erhebliche finanzielle Schäden verursachen.

Was meine Prüfung von weidemann-kanzlei.de ergeben hat

Der direkte Aufruf der Hauptdomain weidemann-kanzlei.de führte bei meiner Prüfung zu einem Fehler. Die Startseite war unter dieser Adresse nicht erreichbar.

Allerdings ließen sich Inhalte der Unterseite weidemann-kanzlei.de/startseite über Suchmaschinen auswerten.

Dort präsentiert sich die angebliche „Weidemann & Partner Rechtsanwälte“ als Kölner Kanzlei für Insolvenz- und Sanierungsrecht.

Genannt werden die Richmodstraße 6, 50667 Köln, die Telefonnummer 0221 9489 9261 und die E-Mail-Adresse info@weidemann-kanzlei.de.

Diese Angaben stammen aus dem gewarnten Internetauftritt. Ihre tatsächliche Zuordnung zu einer zugelassenen Kanzlei ist damit nicht bestätigt.

Drei angebliche Fachanwälte – aber wer steht dahinter?

Die Website stellt Michael Weidemann als Gründungspartner und Fachanwalt für Insolvenzrecht vor.

Joachim Kerscher soll sich auf Restrukturierungen und das StaRUG konzentrieren. Marlena Engels wird als Partnerin für Privatinsolvenzen und Pfändungsschutzkonten bezeichnet.

Alle drei sollen über Fachanwaltstitel verfügen.

Bei meiner unabhängigen Recherche konnte ich jedoch keine belastbare Bestätigung dafür finden, dass Michael Weidemann, Joachim Kerscher und Marlena Engels gemeinsam die behauptete Kölner Kanzlei betreiben.

Mein Rat: Prüfen Sie jeden Namen einzeln im Bundesweiten Amtlichen Anwaltsverzeichnis. Entscheidend ist nicht nur die Existenz einer Person, sondern ihre tatsächliche Verbindung zu weidemann-kanzlei.de.

Die Zahlen sollen Vertrauen schaffen

Besonders auffällig ist die umfangreiche Erfolgsdarstellung.

weidemann-kanzlei.de behauptet, seit der Gründung im Jahr 2020 mehr als 480 Verfahren abgeschlossen zu haben.

Außerdem nennt die Website eine Sanierungsquote von 87 Prozent bei Schutzschirmmandaten und mehr als 80 Verfahren jährlich.

Solche Kennzahlen wirken präzise und überprüfbar.

Ohne unabhängige Nachweise bleiben sie jedoch bloße Behauptungen des Internetauftritts.

Ich empfehle, sich bei der Auswahl eines Insolvenzrechtsexperten nicht von Erfolgsquoten oder vermeintlichen Fallzahlen leiten zu lassen.

Identitätsmissbrauch: Nicht jede Kanzlei Weidemann ist verdächtig

Der Name Weidemann kommt tatsächlich bei zugelassenen Rechtsanwälten vor.

So existiert die Weidemann & Hoffmann Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB in Bargteheide.

Dort sind unter anderem Christian F. Weidemann und Philipp Weidemann als Rechtsanwälte beziehungsweise Notare tätig.

Die echte Kanzlei verwendet die Internetadresse weidemannhoffmann.de.

Eine Verbindung zwischen Weidemann & Hoffmann und weidemann-kanzlei.de konnte ich nicht feststellen.

Auch der unabhängig dokumentierte Kölner Rechtsanwalt Volker Weidemann ist nicht mit dem auf der gewarnten Website genannten Michael Weidemann gleichzusetzen.

Wichtig: Die Warnung betrifft ausschließlich die konkrete Domain. Sie ist kein Beweis für ein Fehlverhalten echter Rechtsanwälte namens Weidemann.

Kostenfreie Ersteinschätzung

Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.

  • 1Sie schildern uns Ihren Fall
  • 2Melden Sie sich unverbindlich per Mail, Telefon oder WhatsApp
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Der besondere Risikobereich: Insolvenzverwaltung

weidemann-kanzlei.de wirbt ausdrücklich mit Insolvenzverwaltung, Eigenverwaltung und Schutzschirmverfahren.

Zudem bietet die Website angeblich einen digitalen Gläubigerbereich an.

Dort sollen Forderungsanmeldungen, Verfahrensstände und Informationen über Insolvenzverwertungen zugänglich sein.

Das ist besonders sensibel.

Wer einem vermeintlichen Insolvenzverwalter vertrauliche Unterlagen übermittelt, kann neben Geld auch Geschäftsgeheimnisse und personenbezogene Daten verlieren.

Ich rate daher, vor jeder Forderungsanmeldung über ein unbekanntes Portal die gerichtliche Bestellung des Insolvenzverwalters zu überprüfen.

Wenn eine Fake-Insolvenzkanzlei Waren verkauft

Gefälschte Insolvenzverwalter bieten häufig Fahrzeuge, Baumaschinen, Werkzeuge oder technische Anlagen aus angeblichen Unternehmenspleiten an.

Die Täter versenden professionelle Warenkataloge und verlangen anschließend eine Vorauszahlung.

Manchmal werden sogar Gerichtsbeschlüsse oder vermeintliche Treuhandkonten als Sicherheitsnachweis präsentiert.

Ich empfehle, vor einem Kauf den Insolvenzschuldner, das gerichtliche Aktenzeichen und die tatsächliche Verkaufsberechtigung zu ermitteln.

Das zuständige Insolvenzgericht sollte über unabhängig recherchierte Kontaktdaten angesprochen werden.

Ein konkreter betrügerischer Warenverkauf über weidemann-kanzlei.de konnte ich nicht nachweisen.

Gold aus Insolvenzmasse: Warum besonders günstige Angebote gefährlich sind

Auch Goldbarren, Krügerrand-Münzen und andere Edelmetalle werden bei betrügerischen Insolvenzverkäufen als Lockmittel eingesetzt.

Die angeblich dringende Verwertung soll erklären, weshalb hochwertige Gegenstände weit unter Marktwert angeboten werden.

Ich rate, sich dadurch nicht zu einer schnellen Überweisung verleiten zu lassen.

Prüfen Sie bei solchen Angeboten insbesondere den tatsächlichen Kontoinhaber und die gerichtliche Bestellung des Verkäufers.

Ein Goldangebot über weidemann-kanzlei.de ist bislang nicht belegt. Die Gefahr ergibt sich aus der allgemein dokumentierten Masche falscher Insolvenzverwalter.

Fake-Rechtsberatung: Auch Mandanten können betroffen sein

Neben angeblichen Insolvenzverkäufen nutzen betrügerische Kanzleien erfundene Erbschaften, fingierte Abmahnungen und vermeintliche Rückholangebote für verlorene Geldanlagen.

Ein professionell gestaltetes Mandantenportal kann dabei den Eindruck besonderer Sicherheit erzeugen.

Ich empfehle, über weidemann-kanzlei.de keine Ausweiskopien, Bankunterlagen oder Unternehmensdaten hochzuladen, solange die Kanzleiidentität nicht unabhängig geklärt ist.

Auch eine kostenlose Erstberatung ist kein Beweis für die Echtheit des Anbieters.

Bereits Kontakt gehabt? So würde ich vorgehen

Sichern Sie zunächst sämtliche E-Mails, Verträge, Rechnungen, Zahlungsbelege und Screenshots.

Notieren Sie, welche Unterlagen möglicherweise über das Mandantenportal übermittelt wurden.

Prüfen Sie die behaupteten Rechtsanwälte Michael Weidemann, Joachim Kerscher und Marlena Engels unabhängig.

Verwechseln Sie diese Angaben nicht mit der echten Kanzlei Weidemann & Hoffmann oder dem unabhängig dokumentierten Rechtsanwalt Volker Weidemann.

Haben Sie bereits Geld überwiesen, kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Bank. Bei Betrugsverdacht empfehle ich außerdem eine Strafanzeige und die Prüfung möglicher Rückforderungsansprüche.

weidemann-kanzlei.de: Kostenfreie Ersteinschätzung für Betroffene

Ich, Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht, prüfe verdächtige Kanzleikontakte, Fake-Insolvenzverwalter, mögliche Identitätsfälschungen und finanzielle Schäden.

Über anlagebetrug.de können Betroffene eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.

Mein zentraler Hinweis: Die öffentliche Warnung betrifft weidemann-kanzlei.de. Echte Rechtsanwälte und Kanzleien mit dem Namen Weidemann dürfen nicht mit den unbekannten Verantwortlichen dieser Domain verwechselt werden. Ob zusätzlich ein gezielter Identitätsmissbrauch vorliegt, muss gesondert geklärt werden.